Rückblende

Seit drei Abenden besteht mein Program darin, die alten Blogeinträge wieder lesbar zu machen. Das bedeutet, dass ich jeden einzelnen nochmal lese und dann entscheide, ob ich ihn freischalte oder nicht. Das Freischalten fällt mir schwerer als erwartet, denn in vielen Beiträgen finde ich mich nicht mehr wieder, ich würde sie heute erst gar nicht schreiben oder wenn doch, dann würde ich sie ganzganzganz anders schreiben. Ich habe mich also tatsächlich weiterentwickelt, das ist ja erfreulich.

Außerdem fällt mir auf, dass ich wirklich, wirklich oft krank war. Ständig erkältet, jeder Virus, den die Kindelein heimbrachten, landete bei mir. Erschöpfung war ein Dauerzustand, in beinahe jedem Blogartikel thematisiere ich Müdigkeit. Schlimm.

Das Tolle am Lesen der alten Artikel ist, dass ich mich an die ganzen Begegebenheiten wieder erinnern kann, auch an die, die ich nicht aufgeschrieben habe, die nur zwischen den Zeilen zu finden sind. Das war eine anstrengende Zeit damals. Ich trug so viele Sorgen mit mir herum! Hätte ich doch nur einmal kurz in die Zukunft schauen dürfen, denn so viele dieser dunklen, schweren Lasten sind mittlerweile einfach … verpufft oder wiegen nicht mehr so schwer. Mein altes „alles wird gut!“-Mantra ist also wirklich eingetreten!

Bin wieder weg, muss mein altes Leben nachlesen!

 

6 thoughts on “Rückblende

  1. Für diesen Beitrag muss ich Ihnen ein <3 dalassen! Als Junger Mutter (2jähriger Trotzkopf zu Hause und ein Bauchzwerg am Kommen) geben Sie mir mit diese Mit beitrag Hoffnung, dass alles gut wird! Danke!!

    Ich lese Sie schon länger und freue mich, Sie wiedergefunden zu haben und dass Sie wieder schreiben!

    Danke!

  2. Liebe Fr. … äh … Mutti,

    ich bin SEHR froh, dass Sie das alte Blog wieder aufleben lassen. Es ist ein wunderbares Belohnungsprogramm meiner in Heimarbeit verbrachten Computertage, bei einer Tasse …. Tee (Kaffee ist nicht mein Ding) Ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu schmökern. Oder zwischendrin, wenn etwas lädt und zwar länger, als es soll… Und in der Tat, manches ist heute vielleicht etwas anders oder kommt zumindest anders herüber, den Eindruck hatte ich gelegentlich auch. Aber trotzdem ist Ihr Stil schon ziemlich ähnlich, und auch Ihr erfrischender Ton.
    Bitte bleiben Sie dabei!
    Ihre
    Natascha

  3. Liebe Frau Mutti, ich freue mich sehrsehrsehr, dass Sie die alten Artikel wieder veröffentlichen. Seit vielen Jahren lese ich so gerne bei Ihnen und jetzt mit einem kleinen Kind war vor allem das Archiv Ihres alten Blogs immer ein schöner Lesehafen.
    Danke und viele Grüße aus Bad Offenbach am Main

  4. Liebe Frau Mutti,

    Jetzt muss ich schreiben! Jetzt aber. Bitte retten Sie alles. Ich habe keinen anderen Blog gefunden, der so wahr und aufrichtig, mutig und tröstlich war. Jeden einzelnen Post hätte ich am liebsten ausgedruckt, und an die Kühlschranktüre hängen sollen. Jeder einzelne Beitrag hat zum nachdenken angeregt, getröstet oder mich einfach mal verschnaufen lassen.
    Ihre Gedanken zu Unaufrichtigkeiten, Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten waren besonders intensiv und wichtig.
    Gerade in einer Zeit, in der man immer häufiger entweder mikroskopisch kurze Artikel vorgesetzt bekommt, Leute lieber über Belanglosigkeiten reden oder einfach alles weglächeln, Entscheidungen, die in weniger als einen Atemzug getroffen werden (Notfälle selbstverständlich ausgenommen) zur Norm werden, und man als Mutter generell eher ein gesellschaftlicher Störfaktor zu sein scheint (erst recht wen man Kinder mit besonderen Bedürfnissen hat), ja da tat es gut, im Hinterkopf zu wissen, dass man nicht alleine ist. Und das manchen vielleicht auch bei einem selber „vielleicht etwas vergehen wird“!

    Wir kennen uns nicht, aber ich bewundere ihren Mut und Stärke, ihre Aufrichtigkeit und ihre Wortgewandheit. Und das nicht erst seit heute, aber leider noch nicht lange genug. Die alten Beiträge konnte ich zu einem kleinen Bruchteil lesen, weil bei uns eben auch das Leben tobt! Danke, dass es sie gibt!

    Und jetzt gehe ich Krapfen backen…

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