Bienen, Imkerei und Honig

Seit gestern wissen wir sicher: in den Ländereien der Grünen Villa wird es demnächst bis zu 40.000 neue Haustiere geben. 40.000 Bienen in einem Kasten, der in der Nähe des Rosa Gartenhüttchens stehen wird.

Wir bewegen den Gedanken unter die Imker zu gehen schon recht lange im Herzen, doch der letzte Schubs fehlte noch. Die vielen Meldungen über das Bienensterben und meine Beobachtungen, dass nur noch sehr wenige Honigbienen durch den Garten fliegen, trotz bienenfreundlicher Bepflanzung, gaben jetzt letztlich den Startschuss.

Wir (der Gatte und ich) meldeten uns zu einem Orientierungsseminar bei den Stadtbienen an, damit unsere ersten Fragen beantwortet werden können, bevor wir loslegen und feststellen: hm, das ist doch nix.

Ein ganz großartiges Orientierungsseminar! Einzig der Zeitmangel verhinderte, dass viele Themen rund um die Biene vertieft diskutiert werden konnten, doch alle unsere Ängste und Unsicherheiten sind ausgeräumt, wir werden Imker!

Das ist alles sehr aufregend, denn natürlich müssen jetzt etliche Sachen erledigt werden. Zum einen werde ich der Nachbarin erzählen, dass es endlich wieder mehr Bienen geben wird! Ich hoffe, sie freut sich genauso darüber wie wir.

Dann müssen wir uns entscheiden, in welchem Kasten unser Bienenvolk leben soll. Die Bienenbeute (= Kasten, in dem das Bienenvolk lebt), die man über den Verein der Stadtbienen kaufen kann, gefällt uns sehr gut, doch auch der Schreinerfreund kann Beuten bauen. Mal sehen, wir diskutieren noch.

Einen Schleier sollten wir anschaffen, als Anfänger wohl auch Handschuhe. Einen Stockmeißel, einen Besen und einen Smoker. Und Ameisensäure, um die Varroamilbe zu bekämpfen.

Was wir bereits wissen ist, dass wir ökologisch Imkern wollen, den Fokus also nicht auf die Honiggewinnung legen werden. Wobei diese Honigsache natürlich dazu gehört und wir uns sehr, sehr auf den ersten, eigenen Honig freuen! (und ich freue mich noch mehr darauf, zu gegebener Zeit einen ausführlichen Artikel zu schreiben, in dem ich erkläre, warum man den Bienen Honig wegnehmen muss.)

Einen Imker kenne ich bereits, ein anderer wohnt in der Nähe, ein Austausch sollte also zustande kommen und falls es wirklich einmal so viel Honig gibt, dass wir schleudern können (und nicht die Waben über ein Sieb austropfen lassen), wird sich bestimmt ein Schleuderbesitzer finden.

Mit dem Entschluss ein Bienenvolk im Garten zu beherbergen hat sich dann auch direkt die diesjährige Pflanzplanung ergeben. Es wird wild und bunt durcheinander blühen, dank des schweren Lehmbodens längst nicht so vielfältig wie ich mir das vorstelle. Doch Ringelblumen, Phacelia und verschiedenste Sonnenblumen wachsen gut und ab diesem Jahr dann auch in großer Menge. Was mich übrigens sehr freut ist, dass meine bereits hier lebenden Wildbienen und Hummeln nicht als Konkurrenz betrachtet werden. Es gibt genug für alle!

Wenn alles vorbereitet ist und die Bienenbeute steht … brauchen wir nur noch einen Schwarm. Letztes Jahr sah ich einen in einem Busch hängen. Vielleicht haben wir ja wieder Glück. Oder wir kaufen eben einen bei einem Winzer. Bis dahin wissen wir auch, ob Bienenhaltung in unserer Haftpflichtversicherung mitversichert ist. Das Bienenvolk wird dann brav beim Veterinäramt angemeldet und – was am Wichtigsten ist – fühlt sich hoffentlich in seinem Heim so wohl, dass es wächst und gedeiht. Und seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Sammeln, nachkommt. Bei Bienen kommt das Sammeln nämlich noch vor der Fortpflanzung, haben wir gelernt.

Es gibt also ein neues Thema hier, vermutlich ziemlich ausführlich, weil neu und spannend. Und gleich vorneweg: fünf Imker, fünf Meinungen. Es gibt kein „nur so ist es richtig!“ in der Bienenhaltung. Genauso wie in der Katzen- und Hundehaltung oder gar der Kindererziehung. Wissen Sie ja 😉

Sentimentalitis

24. Februar.

Traditionell schreibe ich an diesem Tag höchst sentimentale Blogartikel. Traditionen soll man pflegen, deshalb wenigstens ein Artikelchen.

Der Jüngste. Da ich derzeit Artikel für Artikel des alten Blogs zum Lesen wieder freischalte, sind die Erinnerungen an die Zeit mit den kleineren Kindelein aufgefrischt. Und ich kann ehrlich sagen: hui. Das Schöne an dieser Bloggerei ist tatsächlich, dass ich nicht nur nachlesen kann, sondern auch daran erinnert werde, was ich nicht geschrieben habe, was da nur zwischen den Zeilen steht.

Der Jüngste. Heute ist sein 19. Geburtstag! Wir werden ihn erst heute nachmittag sehen, denn er hat mit Freunden im Jugendkeller hineingefeiert und übernachtet dort. Wir haben ab zehn einen Termin, kommen erst zum Nachmittagskaffee, zusammen mit Omas und Opas, zurück.

Der Jüngste feiert mit Freunden! Allein dieser Satz macht mich glücklich! Es gab so viele Jahre, in denen er keine richtigen Freunde hatte. Die Herzen flogen ihm zu, weil sein Lächeln strahlte, doch Sprachauffälligkeit und „irgendwie anders“ gefiel Gleichaltrigen nicht. Kinder sind grausam. Ein Forrest Gump findet nur im Film die bedingungslose Freundschaft. In dieser Zeit waren die Geschwister Halt und Anker. Dafür bin ich so dankbar!

Heute hat der Jüngste einen echten Freundeskreis. Er trifft sich zum Quatschen, Billard spielen und zu irgendwelchen Turnieren mit Magic-Karten. Beinahe jedes Wochenende ist er unterwegs, das ist großartig!

Seine Ausbildung zieht er durch und ich ziehe meinen Hut. Jeden Morgen verlässt er kurz vor sechs das Haus, abends ist es manchmal schon nach sieben, bis er heimkommt. 200 Überstunden hatten sich angesammelt, einen Teil feierte er ab, der andere Teil wurde ausgezahlt. Überstunden lassen sich nicht vermeiden, denn die Anfahrt zu Baustellen ist oft lang. Er schleppt Rohre durch die Gegend und schraubt/dreht/lötet/schweißt sie aneinander, kriecht in Kellern herum, setzt Waschbecken und Toiletten, entsorgt Müll, richtet Werkzeug, arbeitet schwer, gruselt sich vor nix. Sein Kreuz ist breit geworden und seine Augen leuchten, wenn er berichtet, was er gearbeitet hat. Einer seiner verschlungenen Lebenspfade scheint da ans Ziel gelangt zu sein.

Trotz der harten Arbeitszeiten geht er montags zum Sport und mittwochs zum Klettern. (der Gatte berichtet neiderfüllt, wie leicht und kraftvoll sich der Jüngste von Griff zu Griff zieht und damit die wirklich schweren Routen schafft) Er übernimmt Hunderunden und erledigt das, was ich ihm im Haushalt auftrage, ohne zu Murren. Und neulich baute er mir eine Gartendusche für die Abkühlung nach dem Saunagang. Eine mit feiner, gleichmäßiger Brause, die des Gatten kippt Wasser wie aus einem Eimer, das mag ich nicht.

Der Jüngste ist groß (wenn seine Schwester nicht da ist aber doch der kleinste in der Familie), stark und, obwohl er das schicke Bärtchen wieder abrasiert hat, gutaussehend. Seit ein paar Wochen beobachten wir, dass es sprachlich noch immer Weiterentwicklungen und Fortschritte gibt. Das Stammeln und die vielen Ansätze, etwas sagen zu wollen, werden weniger und der wirklich sehr große Wortschatz kommt zum Vorschein. Ich wünsche mir manchmal, er würde den Menschen, die ungeduldig Sätze für ihn beenden, einfach „Moment, lass mich ausreden!“ zurufen.

In einer Familie, in der Wortwitz und schnelle, pointenreiche Dialoge, Sarkasmus und Ironie an der Tagesordnung sind, hatte er es viele Jahre sehr schwer. Er konnte nicht mithalten oder verstand Manches nicht. Heute hält er mit, gibt Kontra. Verblüfft uns. Lässt uns schallend lachen. Und vor Freude darüber fast platzen.

Er ist fast angekommen, in diesem selbständigen, erwachsenen Leben. Kochen kann er, backen kann er und über diesen ganzen Bank-, Versicherungs- und Vorsorgekram hat er einen besseren Überblick als ich.

Vor vielen Jahren schrieb ich mal, ich wünschte, ich könne nur ganz kurz mal in die Zukunft schauen. Nur um ein bißchen Hoffnung zu tanken. Heute ist dieser Wunsch nicht mehr dringend, heute schaue ich ziemlich gerne und begeistert auf den Weg zurück. Was wir alles gewuppt haben! Wie verzweifelt wir manchmal waren! Wie zäh es manchmal voran ging, drei Schritte vor, zwei zurück.

Wir haben es geschafft, der Jüngste und wir. 19 Jahre! Herzlichen Glückwunsch, Lieblingsjüngster!

Küchengeschichten

Übernächstes Wochenende wird in der Küche gestrichen. Die Wände und die Decke haben es sehr nötig! „Welche Farbe eigentlich?“, fragte der Gatte und war sehr überrascht, dass ich einfach nur weiß streichen möchte.

Im Baumarkt luden wir deshalb nur einen großen Eimer „weiß“ in den Wagen und ein neues Abstreifgitter.

Bei diesen Farben blieb ich zwar stehen …

allerdings nur um zu kichern. (Elfenbein-Rebellin! LOL!)

Ich überdenke jetzt eine Karriere als Farbtonnamenerfinderin …

Wobei … auf „Hüterin der Freiheit“ für einen Grünton zu kommen, das ist halt schon hohe Kunst.

Die Decke und die Wände werden (bleiben) weiß, das ist geklärt. Noch ungeklärt ist, wie wir die Regale anbringen. Wir haben derzeit zwei Oberschränke hängen, einen Zweitürer und einen einfachen. Dazwischen und daneben sind offene Regale. Die Oberschränke sollen nun ganz durch Regale ersetzt werden, doch das Schienen/Metallwinkelsystem finden wir nicht mehr. Ein anderes -ähnliches-, das wir gerade im Baumarkt sahen, ist nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen. Immerhin fanden wir unsere gewünschten Regalböden: Buche, unbehandelt. Und weil Sie das neulich fragten: wir haben seit fast 19 Jahren offene Regale in der Küche, direkt über dem Herd (wir haben keine Dunstabzugshaube). Auf den Regalen steht das Geschirr, das täglich in Gebrauch ist. Es staubt oder schmaddert nicht voll. Die Regalbretter stauben ein und weil sie aus unbehandeltem (nur geöltem Holz) sind, ist das Reinigen ein bißchen aufwändiger aber nicht dramatisch.

Als wir das so durch den Baumarkt schlenderten, kamen wir auch an diesen wunderbaren Farbtonkarten vorbei und ich überlegte, ob die zart hellblauen Küchenschränke nicht doch eine Farbänderung brauchen.

Die eher violetten Töne habe ich hier daheim bereits aussortiert, die gefallen mir nicht zur Arbeitsplatte (geölte Buche). Der Rest ist sehr, sehr schön. Wobei ich minütlich zwischen sehr und kaum abgetönt schwanke. Sehr spannend! Außerdem habe ich gar keine Zeit zum Lackieren, denn am Wochenende nach der Küchensache ist das Wohnzimmer dran. Und das Wintergärtchen müsste auch. Und das Treppenhaus sowieso! Ach Zeit. Ach Gesundheit. Ach Kraft. Ach blödes Rumgejammere 🙂

Nähkästchenplauderei

Gestern zeigte ich bei Instagram meine eifrig im Garten helfenden Söhne und schrieb dazu, dass diese das doch freiwillig und freudig tun. Daraufhin wurde ich gebeten zu verraten, welche Zaubertricks ich da früher wohl angewandt hätte. Dann will ich das mal tun, die Tricks verraten, aus dem Nähkästchen plaudern.

Das Geheimnis lautet schlicht: Bedürfnisorientierung!

„Huch, Frau Mutti!“, werden Sie vielleicht jetzt anmerken, „Das gab es doch damals, vor 15, 20 Jahren, noch gar nicht, das ist doch eine Erfindung der jungen Mütter von heute!“

Doch, doch, muss ich dann leider einwenden, das gab es damals schon, aber es war alles ein bißchen anders. Aber der Begriff passt doch so prima, deshalb muss ich ihn verwenden. Das war nämlich, am Thema Gartenarbeit festgemacht, so:

„Kindelein,“, so sprachen wir Eltern, „unser aller Garten verwildert, da müssen wir ran. Der Sommerflieder muss runtergeschnitten, der Rasen gemäht, Brennnesseln gejätet, ein Stück umgegraben und außerdem müssen Straße und Terrasse gekehrt werden. Wer übernimmt was?“

Nach manchmal hitziger Diskussion hatte jeder, auch wir Eltern, eine oder mehrere Aufgaben. Wir gingen zusammen raus, arbeiteten gemeinsam und am Abend wurde gegrillt oder es gab Pizza vom Italiener.

Und was hat das jetzt mit Bedürfnisorientierung zu tun? Immerhin hatten die Kindelein sicherlich nicht das Bedürfnis im Garten zu schuften, sondern hätten doch viel lieber gespielt, gebastelt, sich mit Freunden getroffen?

Nun, das war zuerst mal das Bedürfnis des Gartens. Der musste in Ordnung gebracht werden, damit er weiterhin ein Ort der Freude und Erholung für uns alle sein konnte. Dann war da mein Bedürfnis, dass diese Arbeit zügig verrichtet wird. Nicht von mir alleine, denn es handelt sich ja um unseren Garten und mal ehrlich: alleine würde ich das nicht schaffen. Und das Bedürfnis des Gatten, mit allen gemeinsam etwas zu unternehmen. Das kann auch gemeinsames Arbeiten sein.

Ja, die Kindelein waren nicht begeistert von der Aussicht auf einen langen, arbeitsreichen Tag im Garten und hätten wir uns nach der modernen Bedürfnisorientierung gerichtet, wären wir vermutlich gemeinsam ins Kino gegangen. Das hätte die Kindelein sehr glücklich und zufrieden gemacht und im Kino sieht man ja auch den verwildernden Garten nicht.

Stattdessen haben die Kindelein

– einen ganzen Tag draußen verbracht

– sich körperlich verausgabt

– gelernt, sich bei der Aufgabenverteilung zu einigen

– Zeit mit uns verbracht

– Erfolgserlebnisse nach getaner Arbeit gehabt

– sehr viel über Gartenarbeit gelernt

– sehr viel über Pflanzen und Insekten gelernt

– mit uns am Abend zusammen das besondere (Belohnungs)Essen genossen

– und obendrein eine große Portion „gemeinsam haben wir echt was gestemmt“ bekommen

Ziemlich viel von dem was so ein Kind halt so braucht und lernen können sollte, ziemlich viel Bedürfnisorientierung, nebenbei.

Wir hatten, neben einem ordentlicheren Garten,

– einen wunderbaren Tag mit unseren Kindern verbracht

– viel erzählt bekommen, denn wenn die Hände beschäftigt sind, lockert sich die Zunge

– uns über unsere geschickten, freundlichen Kinder gefreut

Jedesmal wenn ich aus dem Nähkästchen plaudere, nenne ich unser Erziehungskonzept „bestechen, bedrohen, erpressen“, weil das klingt total witzig und provokativ gleichermaßen, doch im Grunde genommen stimmt das natürlich nicht. Wir haben gefordert und verlangt, waren (und sind) nervig und anstrengend. Gleichzeitig haben wir immer erklärt, warum wir alle zusammen für etwas arbeiten. Für _unser_ Haus, für _unseren_ Garten, für _unser_ gemeinsames Leben. Alle packen mit an und hinterher gibt es Kuchen. Oder Eis. Oder einem Film. Oder Döner. Egal, Belohnung und genießen für alle.

Das fing früh an mit „du räumst deine Bauklötze in die Kiste, ich wische Staub. Dann lesen wir ein Buch.“ Ging über „Ihr räumt eure Zimmer auf und saugt sie, ich putze in der Zwischenzeit das Bad und kehre die Treppe.“ Und heute heißt es „Du saugst durch, du gehst mit dem Hund und ich gehe einkaufen.“ Oder wir zählen auf was getan werden muss, und dann suchen wir uns halt etwas aus. Natürlich war das oft ganz platt schlimm verpönte „wenn-dann“-Erziehung, denn manchmal gab es auch kein „dann“, weil das „wenn“ nicht erledigt worden war und dann passt ja „bestechen, bedrohen, erpressen“ wieder.

Wir wollten vermitteln, wie es funktioniert, dass sich alle Familienmitglieder gleich wohl fühlen können. Das klappt nur, wenn die Bedürfnisse eines jeden Familienmitglieds berücksichtigt werden. Nicht zwangsläufig gleichzeitig. Das ist uns, glaube ich, ziemlich gut gelungen. Sagen auch die nun erwachsenen Kindelein.

Liebes Tagebuch,

ich vermerke, dass das heute ein feiner Tag war.

Er begann gar nicht so früh, weil die Söhne frei hatten und der Gatte etwas später aufstand. Der Wecker hupte also nicht um zwanzig nach fünf, sondern erst um halb sieben. Eine sehr freundliche Zeit zum Aufstehen.

Um sieben wurde mir ein Kaffee am Bett serviert und nach zwei Kapiteln im Buch war ich bereit für den Tag.

Der Jüngste hatte in der Nacht eine Nachricht geschrieben, dass er nicht heimkäme, der Große hatte um den Weckdienst gebeten, er übernahm nach einem kleinen Frühstück die lange Hunderunde.

Ich widmete mich dem Wäscheberg und spielte Sockenmikado. Wir haben eine Vorliebe für geringelte, getupfte oder irgendwie gemusterte Socken, gerne bunt. Heute gab es jede Menge Einzelsocken und das macht mich sehr unglücklich. Socken müssen zueinanderpassen. Die Einzelsocken warten jetzt in der „einzelne Socken“-Schublade auf baldige Verpartnerung, hoffentlich nach der nächsten Maschinenladung. Manch lange vermisste Socke taucht in Deckbettbezügen, Hosenbeinen oder Taschen von Kapuzenpullis wieder auf.

Beim Verräumen der Wäsche fiel mir doch schon ein, dass ich in den Weltladen musste, ein neues Schaufenster gestalten. Manchmal ist es ganz leicht, ein neues Schaufenster zusammenzustellen. Wenn neue Ware eingetroffen ist oder es ein Thema gibt. Heute … war ein etwas chaotisches Fenster einfach wieder hübsch zu machen. Ohne Konzept, Vorgabe oder Plan macht es am meisten Spaß, dann kann ich mich kreativ austoben. Das gesamte Schaufenster ist jetzt vollgepackt mit einem repräsentativen Überblick des Sortiments. Und damit es doch ein bißchen ordentlich aussieht, habe ich die Waren farblich sortiert.

Ich finde es klasse, Oma Eis gefiel es auch und deshalb darf das jetzt so bleiben, bis Anfang März die Ostersaison startet.

Wieder daheim erwarteten mich Söhne, Hund und Kater. Erstere verschwanden in ihren Zimmer, letztere überzeugten mich von einer netten Pause auf dem Sofa.

Allzu lang hielt es mich dort aber nicht, denn die Sonne schien! Außerdem hatte die Baumschneiderin den Obstbäumen gestern ihre Sommerfrisur verpasst und es galt alle Äste, Zweige und Wasserschosser zusammenzusammeln und zu schreddern. Ich jagte die Söhne in den Garten und innerhalb von zwei Stunden war das erledigt. Ich kümmerte mich um Him-, Johannis- und Stachelbeeren, entsorgte vertrocknete Cosmeen, Topinambur, Bohnen und Paprikastauden und freute mit auf das Essen am Wochenende:

Der letzte Rosenkohlstrunk hängt noch voll, das sind über ein Kilo Rosenköhlchen! Die werden wir mit Maronen verspeisen. Lecker!

Nebendran wachsen die nächsten Mahlzeiten heran:

Der Mangold hat Dauerregen, Frost, Schnee und Vernachlässigung überlebt und wächst eifrig weiter!

Es ist so wunderbar, dass ich wieder in Garten herumwühlen kann! An geschützten Stellen bildete ich mir ein, dass die Sonne bereits ein wenig wärmt. Und weil da doch schon ein bißchen Frühling zu finden ist, bekam ich das Strahlen gar nicht mehr aus dem Gesicht!

Schneeglöckchen,

Krokusse und im Blumentopf

jede Menge Hornveilchen. Dazu eine vorwitzige Lupine und wilder Storchenschnabel. Ich schwanke zwischen Begeisterung und leiser Sorge, denn es ist halt doch noch Winter und ich rechne weiterhin mit Frost und Schnee.

Der Gatte kam heim, ich kochte Tortelliniauflauf für die Männer und ein köstliches, beinahe leichtes Cashewsüppchen für mich.

100g Cashewkerne zerbröseln

1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe kleinscheiden

2 EL Öl erhitzen, Zwiebel/Knoblauch glasig dünsten.

1 TL Garam Masala, Ingwer nach Geschmack kurz mit rösten

Cashews dazu und mit einem halben Liter Gemüsebrühe ablöschen.

7 Minuten köcheln lassen, pürieren und mit frischen Koriander servieren. Lecker!

Die Söhne haben sich mittlerweile in ihre Zimmer verzogen, der Gatte und ich schwitzen noch ein paar Runden in der Sauna.

Liebes Tagebuch, mehr von diesen Tagen bitte.

Fastnachtsgeburtstagscupcakes

„Bring was für die Kinder mit“, schlug die Dienstagshunderundefreundin vor, als ich sie fragte, womit wir ihr Geburtstagsbuffet bereichern können. Und ja, es dürfe fastnachtlich angehaucht sein.

Fastnacht spielt jetzt keine so gigantische Rolle in meinem Leben, aber buntes Gebäck ist super. Ich überlegte kurz, eine Regenbogentorte zu backen, aber die ist doch sehr mächtig und für Kinder zu viel. (die hauptsächlich vegan lebende Freundin hatte mir das ok für EierButterMilch und alles, was die Lebensmittelindustrie an Farben zu bieten hat gegeben)

Ich buk also Karottenkuchenmuffins, denn irgendwie muss man ja Gemüse in die Kinder bekommen.

280g Mehl

260g Zucker

2 TL Natron

1 TL Zimt

-> werden vermengt

250ml Pflanzenöl

3 Eier

-> werden zusammengerührt

175g (Dosen)Ananas pürieren

120g Walnüsse hacken

75g Kokosraspel (optional, aber lecker)

75g Rosinen (optional, wer mag schon tote Fliegen?)

200g Karotten raspeln

-> vermengen

Alles mit einem Kochlöffel grob zu einem Teig zusammen rühren. Das reicht für 24 Muffins. (oder eine Kranzform mit 26cm Durchmesser)

Die Muffins bei 190 Grad Ober/Unterhitze ca. 20 Minuten backen, den Kuchen 50 Minuten.

Für das Frosting

125g Butter

200g Frischkäse

-> mit dem Handrührgerät verrühren

dazu 1 TL Zitronenabrieb und 1 TL Zitronensaft

500g gesiebten Puderzucker nach und nach dazurühren, kräftig aufschlagen!

Dieses Rezept ist von Cynthia Barcomi, ich nehme weniger Zucker für den Teig, weil das Frosting sehr süß ist.

Damit die gesunden Gemüsemuffins (hahahaHAAA! Narrhallamarsch!) für Kinder unwiderstehlich werden, habe ich das Frosting quietschbunt gefärbt. Ich liebe die Lebensmittelfarben von Wilton (unbezahlte Werbung, trotzdem vollste Empfehlung!), denn die sind sehr ergiebig und färben leuchtend und intensiv. (alles. Auch Fingerkuppen, Topflappen und Buchenholztresen.)

Das gefärbte Frosting füllte ich, mangels ausreichender Anzahl an professionellen Spritzbeuteln in Plastikfrühstückstüten. Eine Ecke jeder Tüte wird ganz knapp angeschnitten und schon hat man perfekte Spritzbeutel, halt ohne fancy Spritztüllen.

Da ich aber sowieso nur Ringel auf die Cupcakes spritzen wollte, war das egal.

Die bunten Frostingkringel habe ich zum Schluss mit einem Zahnstocher „marmoriert“, deswegen war es nicht schlimm, dass meine Kringel alle krumm und schief wurden. Da fehlt es mir echt an Übung, ich dekoriere selten bis nie Kuchen oder Torten. Sollte ich vielleicht doch öfter tun.

Zum Abschluss klebte ich noch bunte Schokolinsen auf die Cupcakes, für den finalen Süß-Overload halt.

Ich finde sie hübsch, den Kindern schmeckten sie auch. Mission erfüllt. (für mich bitte trotzdem lieber ein Käsebrot)

Gartenparty 18

Die Gästeliste der Gartyparty 18 steht. Wir haben uns um eine bunte Mischung bemüht, haben Einheimische und Auswärtige vermengt, altbekannte, liebgewonnene Menschen zu gänzlich Fremden gepackt, von ganz jung bis ziemlich alt gemischt. Und irgendwann festgestellt, dass wir uns ein Limit setzen müssen, denn der Platz ist halt doch begrenzt. Ab da griffen wir auf das allseits bewährte „Augen zu und mit dem Finger drauftippen, noch zehn Gäste“-Prinzip zurück.

Die Anfragen nach Adressen gingen heute heraus, die Einladungs- und Eintrittskarten hoffentlich nächste Woche. Wenn Sie nicht bei den Gästen der diesjährigen Gartyparty sind, dann tut mir das sehr leid! Wir haben eine Nachrückerliste, weil erfahrungsgemäß manch Gast dann doch noch abspringt.

Jetzt beginnt also in der Grünen Villa die große Planerei und vor allem die große Arbeit. Am Montag kommt die Baumschneiderin, die unsere Obstbäume jedes Jahr in Form bringt. Sie macht das sehr großartig, wir haben abgesprochen, dass die Bäume nicht auf Ertrag, sondern auf Gesundhaltung geschnitten werden. Wenn Sie Montag nachmittag unseren Garten verlässt, wird sie Berge von Ästen, Zweigen und Wasserschossern zurücklassen, die wir dann in nächster Zeit bei hoffentlich gutem Wetter und funktionierendem Schredder in Mulch verwandeln. Und wenn es gegen Ende des Februars wärmer wird, beginnen die ersten Vorbereitungen im Gemüsegarten. Darüber jammere schreibe ich aber, wenn es so weit ist.

*****

Nachtrag: der Gatte lässt ausrichten, dass nur selbstgemachter Wein zur Gartyparty mitgebracht werden darf, denn sonst müssten wir nächstes Jahr in Athen feiern und jeder bringt eine Eule mit.

Wenn sie erst mal aus dem Haus sind,

dann:

-ist viel mehr Platz

-gibt es viel weniger Wäsche

-brauchen wir weniger Geschirr

-ist das Bad frei, wenn man es braucht

usw.

Aber. Gestern morgen schrieb ich ein wenig mit der Tochter hin und her. Die Tocher, die da im fernen Dresden nicht nur fleißig studiert, sondern auch ihr Studentenleben mit all seinen Vorzügen (ermäßigter Eintritt in die Oper! Wie toll!) lebt. Sie berichtete von ihren Plänen und ich die Neuigkeiten von daheim, sie schickte Selfies, ich Haustierbilder und ach. Obwohl uns diese wunderbaren Medien zusammenrücken lassen, was gäbe ich drum, mich für ein paar Minuten täglich, vielleicht auf einen gemeinsam Kaffee, zu ihr hinbeamen zu können. Ihre Stimme zu hören, ihr beim Erzählen zuzusehen, sie Strahlen und Funkeln zu sehen.

Schmutzige Wäsche und ungesptea Geschirr darf sie behalten, aber hey, meine Lieblingstochter fehlt mir manchmal schon sehr. (Mitte März besucht sie uns wieder, ich freu mich!)

#hirnfrei

Vor ein paar Tagen habe ich bei Instagram Bilder mit #cleaneating und #healthyfood getagged. Einmal ein Pott Petersilie mit einer Zitrone, einmal eine Schüssel Vanilleflammeri mit Schokostreuseln. Das brachte mir zehn neue Follower (Fitnessaccounts) und einen Kommentar: „nice work!“ (gelöscht!) Die Fitnessaccounts sind von selbst wieder von dannen gezogen, wahrscheinlich bitter enttäuscht, weil ich „die Sache“ nicht verstanden habe.

„Die Sache“ ist die perfekte Ernährung. Es gibt mehrere perfekte Ernährungen. Im Fitnessbereich braucht es wahnsinnig viel Protein in Form von Pulvern, Riegeln oder, ich staunte sehr, Pralinen. Wer fit ist oder werden will, der isst nicht, der sublementiert. Nahrungsergänzungsmittel sorgen für die ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen, ein Leistungsinstagramer braucht das für den gestählten Sixpack und einen booty, mit dem sich Nüsse knacken lassen.

Perfekte Ernährung ist aber auch, ganz „clean“ zu essen. Keine verarbeiteten Lebensmittel. Klingt ja erstmal nicht so verkehrt, denn dass Tiefkühlpizza und Dosennudeln nicht das Ernährungsoptimum sind, ist weitestgehend bekannt. #clean bedeutet also #healthy. Denn „sauber“ ist „gesund“, das wissen wir aus der Putzmittelwerbung. #healthyliving erreicht man am Besten durch Mahlzeiten, an die sich wenigstens eines dieser Schildchen kleben lassen: #vegetarian, #vegan, #raw, #lowcarb oder – sogar deutsch!: #zuckerfrei. Diese Ernährungswelle treibt kuriose Blüten, insbesondere die #zuckerfrei-Fraktion treibt mir abwechselnd Lachtränen oder Entgeisterung in die Augen. Frau Brüllen schrieb da ausführlich zu, Frau Rabe zog nach und das Internet weiß noch viel mehr zu berichten, so man sich denn tiefergehend informieren möchte.

Ich unterstelle, dass die #zuckerfrei-Fraktion (an der ich mich jetzt mal aufhänge) im Grunde eine super Absicht hatte. Nicht einfach alles in sich hineinstopfen, ein bißchen auf den Nährwert schauen, Speisen müssen nicht überwürzt/übersüßt sein und naja, im Kindergarten sind Nutellabrote sowieso nicht erlaubt. Man tauscht sich ein bißchen aus und dann kommt diese Internetdynamik ins Spiel. „Die Sache“ braucht einen Namen, damit alle Einwände, Vorschläge und Ideen gesammlt werden können, #hashtags sind dafür einfach super. Der Rahmen steht. Man macht sich also daran, dieses zuckerfreie Leben zu testen und stellt fest, dass das wirklich, wirklich schwer ist, denn Zucker ist ja überall drin! Wenn etwas überall drin ist, womöglich sogar in Speisen, in denen wir aufgeklärten Menschen Zucker beispielsweise gar nicht vermuten (in Tomatenmark! In fast allen Fertigprodukten, auch wenn die salzig sind! Im Brot vom Bäcker! ÜBERALL!), dann wittern wir gerne eine Verschwörung, da will uns jemand böse. Wer will uns immer böse? Die Industrie. Industrie, das sind Fabriken, Fabriken sind dreckig, machen die Umwelt kaputt, sehen hässlich aus, da kann einfach nichts Gutes herkommen. Das Übel ist gefunden: der Industriezucker! Wir verzichten jetzt alle auf Industriezucker. Weil wir aber auf Süßes stehen und die Kindelein empört die ungesüßten Dinkel-Nußkekse ausgespuckt haben, wenden wir uns der natürlichen Süße zu: reife Bananen, beispielsweise. Honig! (den aber nur nur für Nichtveganer). Oder Rohrohrzucker (da steckt ja „roh“ drin, das muss toll sein!). Und stets auf der Suche nach Abwechslung entdecken wir dann Agavendicksaft und Kokosblütenzucker und sind gerne bereit, dafür das vierfache von einem Kilo Haushaltszucker zu bezahlen, weil im Internet, da bei Instagram, hat die eine Ernährungsqueen das gezeigt. Und bei Twitter, da SCHWÖRT man darauf. Das ist #healthy. Und zack! Viele Fliegen mit einer Klappe: Communityfeeling, weil „wir gegen die Zuckermafia“, Gruppenkuscheln, weil „wir gegen die Lästerer“ und obendrein ein mildes Überlegenheitsgefühl, weil man einfach weiß, dass man es besser macht, als die anderen. (und insgeheim hofft manch einer, ein paar Kilos abzuspecken, aber darüber reden wir nicht, wegen #bodylove, #bodyacceptance und wir sind alle gegen #fatshaming. Deshalb: Psst.)

„Diese Sache“ macht mich kolossal wütend! Auf Instagram kann ich ihr ganz gut aus dem Weg gehen, doch bei Twitter begegnet sie mir ständig. Ich kann gar nicht soviel muten und blocken, wie sie mir in Form von Retweets, Replys oder „haha, ich mach mich lustig drüber“- oder „was ich da neulich wieder gesehen habe!“-Tweets in die Timeline gespült wurden. Twitter muss ich also gerade ein bißchen meiden.

Und warum bin ich denn so wütend? Ich bin wütend, weil „diese Sache“ so unreflektiert ist, nicht mal annähernd zu Ende gedacht ist. Mal davon abgesehen, dass es wenig ernährungstechnische und schon gar keine relevanten Unterschiede zwischen Haushaltszucker (ich verweigere die Bezeichnung „Industriezucker“) und Kokosblütenzucker gibt, ist beispielsweise Letzterer eine echte Umweltsau. Und wenn Zucker deshalb gemieden werden soll, weil er aus der Industrie kommt und schadstoffbelastet ist, sollte man vielleicht kurz darüber nachdenken, woher der Ersatz kommt. Kokosblütenzucker beispielsweise kommt hauptsächlich aus Südostasien, aus Thailand oder Indonesien. Der Nektar wird aus Kokospalmen gesammelt, für ein halbes Kilo Zucker braucht es etwa zwei Liter Nektar, so viel, wie von einer Palme geerntet werden kann. Ein halbes Kilo Zucker, wie weit kommt man damit, selbst bei eingeschränktem Verbrauch? Wieviele Palmen braucht es für #zuckerfreieAlternativen? Dass der Kokosblütenzucker trotz Weiterverarbeitung (Achtung! Industrie!) und Transport (Umweltbelastung!) in Ihren nächsten Drogeriemarkt dennoch einigermaßen erschwinglich ist, liegt übrigens auch daran, dass die Kokosblütennektarsammler und die Menschen, die den Nektar weiterverarbeiten, keinen angemessenen Lohn bekommen. Nicht mal annähernd. Aber hey! Hauptsache Sie können Haushaltszucker durch „gesunde“ Exotik ersetzen. Kokosblütenzucker lässt sich hier auch durch Agavendicksaft austauschen. Agavendicksaft kommt aus Mexiko, der Rest bleibt gleich. Vollrohrzucker oder nach dem ersten Raffinieren – Rohrohrzucker – kommen übrigens meist aus Südafrika, Kuba, Brasilien und von den Philippinen. Wer seine Ohren und Augen nur ein klein wenig offenhält, weiß um Arbeits- und Lebensbedingungen in diesen Ländern.

Der Zuckerrübenbauer um die Ecke bekommt auch zu wenig Lohn, das streite ich niemals ab. Auch die Diskussionen um Insektizide, Pestizide und Düngemittel sind mir vertraut. Wissen Sie übrigens, wie die Pflanzen in beispielsweise Bananenplantagen behandelt werden? Oder wieviel Wasser Zuckerrohr zum Wachsen braucht? Bevor Haushaltszucker völlig unreflektiert verteufelt wird, sollte vielleicht über den Rand der Zuckerdose geschaut werden, ob nicht die „gesunden“ Alternativen außer total im Trend zu sein einfach nur Mist sind.

Alternativen für Haushalts- oder Kristallzucker sind Honig, Rübensirup oder Apfeldicksaft. Diese werden hier in Deutschland produziert, sogar in Bioqualität, zum halben Preis der exotischen Varianten. Oder man hält sich einfach an die extrem altmodische „alles in Maßen“-Vorgabe, dann stimmt das mit dem #healthyeating auch schon wieder. Ok, altmodisch geht nicht, nennen wir es einfach #retro.

 

kurz und knapp

Die große Streicherei steht an. Am ersten Wochenende im März zuerst die Küche, am Wochenende darauf das Wohnzimmer.

Die Oberschränke unserer Küche müssen weichen, stattdessen gibt es offene Regal. (ich glaube, dass schrieb ich bereits) Weil mit offenen Regalen die Möglichkeit verschwindet, Krusch, Kram und Krempel zu horten und zu verstecken, miste ich gnadenlos aus. Es ist unglaublich, was sich in einer Küche an unnötigem Geschirr ansammeln kann. Und es ist genauso unglaublich, dass ich angesichts von etlichen Tassen, Tellern, Schüsseln und Schälchen noch immer behaupte, ich wäre keine Impulskäuferin. Bin ich nämlich doch und ja, das werde ich ändern. Kein Neujahrsvorsatz, sondern hoffentlich einer fürs weitere Leben.