deep, deep, deep

wir ham uns alle lieb.

Selbstverständlich bleibt es nicht aus, dass man sich auch über die verschiedenen Social Media Kanäle, auf denen man sich gemeinsam tummelt – ich sag mal – austauscht. Es ist ja auch nämlich so, dass ich nach diesen vielen Jahren des Kennens und Mögens meistens ziemlich genau weiß, wie Frau Brüllen auf das eine oder andere Thema reagieren wird. Und umgekehrt.

Gestern abend/nacht ging ich nach viel Gelächter und ein wenig Wein fröhlich ins Bett, wo ich dann prompt wach lag und grübelte. Wir hatten bemerkt, welch unfassbar tiefsinnige Gedanken manch nur zweijähriges Kind im Social Media bereits von sich gibt, bzw. die Eltern als Sprachrohr nutzt. Tiefe Ergriffenheit machte sich bei mir breit, angesichts der Weisheit und Empathie dieser Kinder und große Verlegenheit, als die Lieblingstochter nicht spontan tiefgründige Worte von sich geben wollte. Dabei ist sie doch schon zwanzig!

Auch rückblickend fiel mir nichts ein, was jemals als „schon im zarten Alter von nur drei Jahren verblüffte *eines von Frau Muttis Kinder* durch sein Mitgefühl und Einfühlungsvermögen“ zitierfähig oder gar friedensnobelpreiswürdig durchgehen würde. Mal wieder auf der ganzen Linie versagt.

Ich setze jetzt meine ganze Hoffnung auf den Hund. Der kann zwar nicht sprechen, aber vielsagend und eindringlich schauen, außerdem im Stehen, Sitzen und Liegen fressen. Das macht ihn ja wohl zu einer special snowflake, mit der ich im Internet bestimmt ganz viele Herzchen, likes und Bewunderung ernte.

Ach Internet. Wenn Du mich nicht immer wieder zu Menschen führen würdest, die ich gerne in mein echtes Leben lasse, ich hätte dich längst schallend lachend hinter mir gelassen.

WMDEDGT im April

Frau Brüllen fragt: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Da heute das Fünf–Jahres–Jubiläum dieser Frage ist, hätte ich mich sehr, sehr gerne mit einem spannenden Tag beteiligt. Tatsächlich habe ich aber einen „hätte, wenn, täte“–Tag hinter mir, einen ganzer Tag, an dem ich nicht in die Pötte kam. Und das ausgerechnet mir, wo mir doch neulich klar wurde, dass ich nicht altersmilde lächeln kann, wenn mir erzählt wird, man würde gerne dies oder das tun, könne sich aber nicht aufraffen, wolle sich verändern, fände aber den Anfang nicht oder irgendwas lohne sich ja nicht, weil die Zeit zu knapp sei. Das nervt mich ungemein, wahrscheinlich deshalb, weil ich seit drei Jahren versuche, mir genau dieses Verhalten abzugewöhnen und lieber zu machen, statt zu redenplanenträumenjammern. Geschwurbel, pardon.

Ich begann den Tag recht energiegeladen, obwohl der gestrige Tag traurig und mit Himbeergeist endete. Wir hatten die Freunde zum Essen geladen und als wir essend und lachend zusammen saßen, kam der Anruf: Oma Ernel ist gestorben. Mit gesegneten 95 Jahren und nach qualvollen fünf Tagen letztlich sehr erlösendend. Sie war die Ziehmutter des Schreinerfreundes und der Schmerz in seinen Augen, während er von Erlösung sprach, geht mir sehr nahe. Zwei Jahre lang habe ich versucht, Oma Ernel in ihrem Garten zu vertreten, bevor ich, meinen Gärtnerinnenhut vor ihr ziehend, kapitulierte. Zu viel Arbeit. Sie hat mir so viel beigebracht und wäre es nach ihr gegangen, wäre sie einfach mitten im Kartoffelfeld umgekippt. Es wäre wohl in ihrem Sinne, Kartoffeln und Gemüse auf ihrem Grab zu pflanzen, doch ihre konservativen Töchter sehen das anders. Es wird sich aber ein Eckchen finden, in dem ein Zierkohl wachsen kann.

Während ich also heute morgen die Küche in Ordnung brachte, die Spülmaschine aus– und wieder einräumte, wurde mir klar, dass jetzt diese Zeit beginnt. Diese Zeit, in der wir unsere Eltern alt werden sehen und dann wohl auch zu Grabe tragen.

Um nicht schwermütig zu werden, schnappte ich mir den gar nicht mehr so kleinen Hund und zerrte ihn in den leichten Nieselregen hinaus. Lola ist absolut kein Hund, der scharrend, mit der Leine im Maul, an der Tür steht. Jedenfalls nicht vor zehn Uhr am Morgen. Bis dahin mag sie auf dem Küchensofa liegend dösen. Ich aber will spätestens um acht draußen sein und ich bin die Chefin, ich bestimme.

Wir liefen durchs Ried Richtung Schwabsburg. Der Nieselregen hörte auf, durch die grauen Wolken schimmerten ein paar hellblaue Flecken und ich beschloss, heute zu bloggen. Ich blogge täglich, doch irgendwie schaffen es die Texte nicht bis in die Tasten und je länger ich das so halte, desto schwieriger wird der nächste Einstieg.

Wir liefen durch die Wingerte hinter Schwabsburg. Derzeit wird in den Wingerten „gebogen“. Die Rebstöcke wurden in den letzten drei Wochen zurückgeschnitten, bis auf den „Stamm“, nur eine einzige „Rute“ bleibt stehen. Diese wird bogenförmig an Draht gebunden. Wer noch immer denkt, dass Winzer sein ein cooler, easy–peasy Job sei, der soll mal ein Jahr lang täglich einen Wingert beobachten und ab und zu mal ein Schwätzchen mit einem Winzer halten. Ein mit uns befreundeter Winzer erzählt den Touristen, die ihn fragen, was er denn außerhalb der Lese denn so täte, das: „Wenn die Lese vorbei ist und der Wein im Fass, fahre ich den Rest des Jahres auf die Malediven und verprasse meine Reichtümer, die ich durch den Verkauf erlange.“

Alle wilden Beerensträucher zwischen den Wingerten blühen und es duftet so wunderbar nach Frühling! Einige dicke Hummeln habe ich gesehen und die ersten Bienen. Leider war ich in den letzten Jahren nicht aufmerksam genug und somit weiß ich nicht, ob es wirklich weniger Gebrumm und Gesumm ist oder ob ich nur denke, dass es so ist, weil ich über den dramatischen Rückgang der Insektenpopulation las.

Rehe, Kaninchen, Fasane und Feldhasen sah ich vor Lola, so dass ich ihr sofort signalisieren konnte, dass jagen unerwünschtes Verhalten ist und sie an meiner Seite zu bleiben hat. Als dann der Erpel über unseren Kopf hinweg flog und neben uns im Bach landete, gab es kein Halten und sie sprintete los. Sie ließ sich aber direkt abrufen und kam sofort zurück. Jetzt bin ich ein bißchen stolz auf meine Hundeerziehungsfähigkeiten, denn immerhin steckt eine gute Portion Jagdhund in unserem Halbmatiner und sie lässt sich trotzdem abrufen!

Daheim gab es Frühstück für uns, von meinem Apfel fürs Müsli bekam sie zwei Stücke ab. Der Kater gesellte sich mit Beute dazu und ich war ja auch fast schon satt.

An dieser Stelle muss ich dann die detaillierte Schilderung beenden, denn wie oben beschrieben: hätte, wenn, täte. Ich lief von rechts nach links, runter und wieder rauf, nahm Dinge in die Hand und legte sie wieder weg. Hatte Ideen und verwarf sie wieder, alles was ich mir für heute vorgenommen hatte – passte nicht. Ich las ein bißchen was zum Thema Imkerei, schrieb ein paar Listen für den Garten, war doch ein bißchen und ein bißchen mehr schwermütig und dann war schon wieder Zeit für die Hunderunde am Abend. Der verlockende Sonnenschein verschwand, als ich im Wingert stand, wurde abgelöst von kaltem Wind und Regen. April eben, doch ich nahm das persönlich, weil doch dieser ganze Tag sowieso verkorkst war. Der Gatte kam heim und ging ohne mich in den Sport, denn ein hätte, wenn, täte – Tag muss natürlich mit Schokolade auf dem Sofa statt Muskelbeanspruchung auf der Gymnastikmatte enden.

Morgen, sage ich mir. Morgen ist alles wieder gut und vielleicht schreibe ich dann auch drüber.

Schnipsel vom Krankenlager

Der grippale Infekt, der den Gatten eine Woche umwarf und den er großzügig mit jüngstem Sohn und mir teilte, klingt dann jetzt doch langsam ab. Gestern war der Tag, an dem ich das Gefühl hatte, dass ich jeden zugeführten Schluck Tee wieder aus der Nase herausschnäuzte. Immerhin: die Brii laaft ab und das muss ja auch so. Heute morgen telefonierte ich kurz mit der Klinik, denn morgen soll ich ja den Genuss einer Darmspiegelung kommen und bevor ich mir heute den Spaß mit dem Abführsalz antue, um morgen wegen eines Infektes wieder heimgeschickt zu werden, wollte ich das abklären. Da ich mittlerweile fieberfrei und auf dem Weg der Besserung bin, darf die Untersuchung stattfinden. Die Freude über den stattfindenden Eingriff hält sich jetzt ganz gut die Waage mit der Sorge, dass irgendwas gefunden wird, was da so nicht sein soll. (Weil ich ja wieder einmal wider besseren Wissens gegoogelt habe, ist mein Kopfkino mit dem allergruseligsten Horrorfilmmaterial bestückt. Dass ich in diesem Jahr bereits acht Kilo abgenommen habe, mit weiterhin fallender Tendenz, passt da ganz super ins Bild, genauso wie die Hitzewallungen, die halt auch einfach nur hormonell sein können. Schweig still, Kopfkino.)

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Selbstverständlich darf man ja nicht nur über schlimme Sachen grübeln, man kann zum Beispiel auch die Reiseplanung für dieses Jahr beginnen. Und als am Mittwoch draußen noch einmal dichtes Schneetreiben war (sooo toll, dieser Winter! So viel Schnee!), sprach der Gatte: „Weißt du eigentlich, Liebste, dass wir nächsten Monat mitten im Wald schlafen?“ Ja, das wusste ich, hatte es aber angesichts der Wettersituation eher weggeschoben und als wir den Ausflug im Dezember planten, war „April“ halt näher an Frühling und Wärme, als es am Mittwoch mit den heftigen Minustemperaturen möglich schien.

Die Übernachtung „mitten im Wald“ klingt vermutlich sehr abenteuerlich. Letztlich ist es aber nur eine Nacht im Zelt mitten im Pfälzer Wald. Das wilde Zelten in deutschen Mittelgebirgen ist nicht gestattet, um aber trotzdem eine Nacht im Wald genießen zu können, gibt es im Pfälzer Wald „Trekking Plätze“. Diese Plätze kann man hier: „Trekking im Pfälzerwald“ buchen. Bei Platzzusage bekommt man die GPS-Daten des Platzes, eine Nacht darf man dort sein Zeit aufschlagen und am nächsten Tag weiterziehen. Alles was man mitgebracht hat, muss man auch wieder mitnehmen. Der Gatte hat zwei hübsche Wandertouren um die Übernachtung herum geplant, das Abenteuer „Übernachtung im Zelt mit Hund“ haben wir letzten Sommer erfolgreich im Garten bestanden und im April ist es ja garantiert viel wärmer. Ich freue mich drauf!

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Ende Juni wollen wir den Lechweg wandern, ein Fernwanderweg von der Quelle der Lech am Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen. Es gibt die sportlich Variante, bei der der Weg in sechs Tagen gelaufen wird, die klassische Variante für sieben Tage und die gemütliche Variante in acht Tagen. Die sportliche Variante scheidet aus, wir sind beide Genusswanderer, wollen viel schauen, anfassen, riechen, sitzen, auf uns wirken lassen. Es geht nicht um Strecke machen, sondern darum, die Strecke zu erleben. Vorletztes Jahr wanderten wir den Wicklow Way in Irland und verzichteten auch dort auf die sportliche Variante. Das haben wir nicht bereut. (Ich füge hier demnächst noch den link zu meinen damaligen Berichten ein.)

Auf dem Wicklow Way haben wir unser Gepäck geschleppt, das war in Ordnung. Komfortabler lässt es sich natürlich wandern, wenn man nur Tagesgepäck dabei hat und da uns Lola mitsamt Hundefutter und Schlafdecke auf dem Lechweg begleitet, wäre ein Gepäcktransport eine prima Sache. Mal sehen, wie wir uns entscheiden und ob es einen solchen überhaupt gibt. Übernachtung mit Hund am Weg entlang ist unkompliziert, einzig die erste Übernachtung auf einer Hütte am Formarinsee wird etwas unkomfortabler, denn mit Hund dürfen wir nur im Winterlager schlafen. Da ist aber nur eine Nacht und somit nicht schlimm.

Mittlerweile habe ich wohl so ziemlich jeden Bericht über den Weg gelesen und alle einigermaßen erträglichen you Tube-Filmchen darüber gesehen, ich weiß also ungefähr, was da anstrengungsmäßig auf mich zukommt. Obwohl ich beinahe jeden Tag bis zu zehn Kilometer mit Lola unterwegs bin und den Wicklow Way prima und ohne nennenswerte Ausfälle geschafft habe, traue ich meinen Wanderfähigkeiten noch immer nicht. Die meiste Sorgen bereiten mir übrigens nicht Auf- oder Abstiege oder lange Etappen, sondern die Holzgauer Hängebrücke, die wir queren können, aber nicht müssen. Den Lechweg gab es schon vor der Brücke, es besteht also die Möglichkeit ab- und auf der anderen Talseite wieder aufzusteigen. Das kann ich aber im Vorfeld nicht planen, auch nach dem zehnten Drohnen-Überquerungsvideo bin ich absolut unschlüssig. Vermutlich wird Lola uns die Entscheidung abnehmen, denn der Boden der Brücke ist eine Gitterrost. Kurze Strecken läuft sie anstandslos auf Gitterrost, doch dort wären es über hundert Meter. Das bleibt also spannend.

Schon die Anreise wird spannend, denn wir reisen mit Bahn und Bus. Deshalb haben wir für Lola einen Maulkorb besorgen müssen und überlegen, welche Plätze wir wo reservieren, damit sie sechs Stunden entspannt liegen kann. Da wir sowieso eine Kinderfahrkarte für sie kaufen müssen, können wir ihr wohl auch einen Platz reservieren lassen, unter dem sie dann liegt. Wahrscheinlich in einem 6er-Abteil. Aber diese Entscheidung eilt noch nicht, es ist halt neu für uns mit Hund zu verreisen und deshalb aufregend.

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Jaaa und wenn diese ganze Wanderei gut ging, ich mich endlich mit Wanderstöcken angefreundet habe und weder Knie noch irgendein anderes Körperteil zu sehr muckt, dann erfüllen wir nächstes Jahr des Gatten Traum und wandern über die Alpen.

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Wussten Sie eigentlich, dass ich seit ungefähr zehn Jahren endlich mal so lange am Meer sein will, dass ich sagen kann: ok, nun ist es genug, ich bin satt. Und was tue ich seit zehn Jahren? Wandern. (mit drei viel zu kurzen Tagesausflügen an den atlantischen und den indischen Ozean, sowie die Irische See. Viel zu wenig.)

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Die Tochter kommt Mitte des Monats zu Besuch! Vorher absolviert sie aber noch ein RoboLab und muss dort Roboter programmieren, damit diese eine bestimmte Strecke zu einem Ziel fahren. Voll einfach, glaube ich.

Roboter finde ich faszinierend und toll, deshalb habe ich mich wirklich gefreut, als ich auf den YouTube-Kanal von Simone Giertz stieß. Ich lachte bereits etliche Tränen über sie und ihre sh*tty robots.

Gartenparty 18

Die Gästeliste der Gartyparty 18 steht. Wir haben uns um eine bunte Mischung bemüht, haben Einheimische und Auswärtige vermengt, altbekannte, liebgewonnene Menschen zu gänzlich Fremden gepackt, von ganz jung bis ziemlich alt gemischt. Und irgendwann festgestellt, dass wir uns ein Limit setzen müssen, denn der Platz ist halt doch begrenzt. Ab da griffen wir auf das allseits bewährte „Augen zu und mit dem Finger drauftippen, noch zehn Gäste“-Prinzip zurück.

Die Anfragen nach Adressen gingen heute heraus, die Einladungs- und Eintrittskarten hoffentlich nächste Woche. Wenn Sie nicht bei den Gästen der diesjährigen Gartyparty sind, dann tut mir das sehr leid! Wir haben eine Nachrückerliste, weil erfahrungsgemäß manch Gast dann doch noch abspringt.

Jetzt beginnt also in der Grünen Villa die große Planerei und vor allem die große Arbeit. Am Montag kommt die Baumschneiderin, die unsere Obstbäume jedes Jahr in Form bringt. Sie macht das sehr großartig, wir haben abgesprochen, dass die Bäume nicht auf Ertrag, sondern auf Gesundhaltung geschnitten werden. Wenn Sie Montag nachmittag unseren Garten verlässt, wird sie Berge von Ästen, Zweigen und Wasserschossern zurücklassen, die wir dann in nächster Zeit bei hoffentlich gutem Wetter und funktionierendem Schredder in Mulch verwandeln. Und wenn es gegen Ende des Februars wärmer wird, beginnen die ersten Vorbereitungen im Gemüsegarten. Darüber jammere schreibe ich aber, wenn es so weit ist.

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Nachtrag: der Gatte lässt ausrichten, dass nur selbstgemachter Wein zur Gartyparty mitgebracht werden darf, denn sonst müssten wir nächstes Jahr in Athen feiern und jeder bringt eine Eule mit.

#hirnfrei

Vor ein paar Tagen habe ich bei Instagram Bilder mit #cleaneating und #healthyfood getagged. Einmal ein Pott Petersilie mit einer Zitrone, einmal eine Schüssel Vanilleflammeri mit Schokostreuseln. Das brachte mir zehn neue Follower (Fitnessaccounts) und einen Kommentar: „nice work!“ (gelöscht!) Die Fitnessaccounts sind von selbst wieder von dannen gezogen, wahrscheinlich bitter enttäuscht, weil ich „die Sache“ nicht verstanden habe.

„Die Sache“ ist die perfekte Ernährung. Es gibt mehrere perfekte Ernährungen. Im Fitnessbereich braucht es wahnsinnig viel Protein in Form von Pulvern, Riegeln oder, ich staunte sehr, Pralinen. Wer fit ist oder werden will, der isst nicht, der sublementiert. Nahrungsergänzungsmittel sorgen für die ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen, ein Leistungsinstagramer braucht das für den gestählten Sixpack und einen booty, mit dem sich Nüsse knacken lassen.

Perfekte Ernährung ist aber auch, ganz „clean“ zu essen. Keine verarbeiteten Lebensmittel. Klingt ja erstmal nicht so verkehrt, denn dass Tiefkühlpizza und Dosennudeln nicht das Ernährungsoptimum sind, ist weitestgehend bekannt. #clean bedeutet also #healthy. Denn „sauber“ ist „gesund“, das wissen wir aus der Putzmittelwerbung. #healthyliving erreicht man am Besten durch Mahlzeiten, an die sich wenigstens eines dieser Schildchen kleben lassen: #vegetarian, #vegan, #raw, #lowcarb oder – sogar deutsch!: #zuckerfrei. Diese Ernährungswelle treibt kuriose Blüten, insbesondere die #zuckerfrei-Fraktion treibt mir abwechselnd Lachtränen oder Entgeisterung in die Augen. Frau Brüllen schrieb da ausführlich zu, Frau Rabe zog nach und das Internet weiß noch viel mehr zu berichten, so man sich denn tiefergehend informieren möchte.

Ich unterstelle, dass die #zuckerfrei-Fraktion (an der ich mich jetzt mal aufhänge) im Grunde eine super Absicht hatte. Nicht einfach alles in sich hineinstopfen, ein bißchen auf den Nährwert schauen, Speisen müssen nicht überwürzt/übersüßt sein und naja, im Kindergarten sind Nutellabrote sowieso nicht erlaubt. Man tauscht sich ein bißchen aus und dann kommt diese Internetdynamik ins Spiel. „Die Sache“ braucht einen Namen, damit alle Einwände, Vorschläge und Ideen gesammlt werden können, #hashtags sind dafür einfach super. Der Rahmen steht. Man macht sich also daran, dieses zuckerfreie Leben zu testen und stellt fest, dass das wirklich, wirklich schwer ist, denn Zucker ist ja überall drin! Wenn etwas überall drin ist, womöglich sogar in Speisen, in denen wir aufgeklärten Menschen Zucker beispielsweise gar nicht vermuten (in Tomatenmark! In fast allen Fertigprodukten, auch wenn die salzig sind! Im Brot vom Bäcker! ÜBERALL!), dann wittern wir gerne eine Verschwörung, da will uns jemand böse. Wer will uns immer böse? Die Industrie. Industrie, das sind Fabriken, Fabriken sind dreckig, machen die Umwelt kaputt, sehen hässlich aus, da kann einfach nichts Gutes herkommen. Das Übel ist gefunden: der Industriezucker! Wir verzichten jetzt alle auf Industriezucker. Weil wir aber auf Süßes stehen und die Kindelein empört die ungesüßten Dinkel-Nußkekse ausgespuckt haben, wenden wir uns der natürlichen Süße zu: reife Bananen, beispielsweise. Honig! (den aber nur nur für Nichtveganer). Oder Rohrohrzucker (da steckt ja „roh“ drin, das muss toll sein!). Und stets auf der Suche nach Abwechslung entdecken wir dann Agavendicksaft und Kokosblütenzucker und sind gerne bereit, dafür das vierfache von einem Kilo Haushaltszucker zu bezahlen, weil im Internet, da bei Instagram, hat die eine Ernährungsqueen das gezeigt. Und bei Twitter, da SCHWÖRT man darauf. Das ist #healthy. Und zack! Viele Fliegen mit einer Klappe: Communityfeeling, weil „wir gegen die Zuckermafia“, Gruppenkuscheln, weil „wir gegen die Lästerer“ und obendrein ein mildes Überlegenheitsgefühl, weil man einfach weiß, dass man es besser macht, als die anderen. (und insgeheim hofft manch einer, ein paar Kilos abzuspecken, aber darüber reden wir nicht, wegen #bodylove, #bodyacceptance und wir sind alle gegen #fatshaming. Deshalb: Psst.)

„Diese Sache“ macht mich kolossal wütend! Auf Instagram kann ich ihr ganz gut aus dem Weg gehen, doch bei Twitter begegnet sie mir ständig. Ich kann gar nicht soviel muten und blocken, wie sie mir in Form von Retweets, Replys oder „haha, ich mach mich lustig drüber“- oder „was ich da neulich wieder gesehen habe!“-Tweets in die Timeline gespült wurden. Twitter muss ich also gerade ein bißchen meiden.

Und warum bin ich denn so wütend? Ich bin wütend, weil „diese Sache“ so unreflektiert ist, nicht mal annähernd zu Ende gedacht ist. Mal davon abgesehen, dass es wenig ernährungstechnische und schon gar keine relevanten Unterschiede zwischen Haushaltszucker (ich verweigere die Bezeichnung „Industriezucker“) und Kokosblütenzucker gibt, ist beispielsweise Letzterer eine echte Umweltsau. Und wenn Zucker deshalb gemieden werden soll, weil er aus der Industrie kommt und schadstoffbelastet ist, sollte man vielleicht kurz darüber nachdenken, woher der Ersatz kommt. Kokosblütenzucker beispielsweise kommt hauptsächlich aus Südostasien, aus Thailand oder Indonesien. Der Nektar wird aus Kokospalmen gesammelt, für ein halbes Kilo Zucker braucht es etwa zwei Liter Nektar, so viel, wie von einer Palme geerntet werden kann. Ein halbes Kilo Zucker, wie weit kommt man damit, selbst bei eingeschränktem Verbrauch? Wieviele Palmen braucht es für #zuckerfreieAlternativen? Dass der Kokosblütenzucker trotz Weiterverarbeitung (Achtung! Industrie!) und Transport (Umweltbelastung!) in Ihren nächsten Drogeriemarkt dennoch einigermaßen erschwinglich ist, liegt übrigens auch daran, dass die Kokosblütennektarsammler und die Menschen, die den Nektar weiterverarbeiten, keinen angemessenen Lohn bekommen. Nicht mal annähernd. Aber hey! Hauptsache Sie können Haushaltszucker durch „gesunde“ Exotik ersetzen. Kokosblütenzucker lässt sich hier auch durch Agavendicksaft austauschen. Agavendicksaft kommt aus Mexiko, der Rest bleibt gleich. Vollrohrzucker oder nach dem ersten Raffinieren – Rohrohrzucker – kommen übrigens meist aus Südafrika, Kuba, Brasilien und von den Philippinen. Wer seine Ohren und Augen nur ein klein wenig offenhält, weiß um Arbeits- und Lebensbedingungen in diesen Ländern.

Der Zuckerrübenbauer um die Ecke bekommt auch zu wenig Lohn, das streite ich niemals ab. Auch die Diskussionen um Insektizide, Pestizide und Düngemittel sind mir vertraut. Wissen Sie übrigens, wie die Pflanzen in beispielsweise Bananenplantagen behandelt werden? Oder wieviel Wasser Zuckerrohr zum Wachsen braucht? Bevor Haushaltszucker völlig unreflektiert verteufelt wird, sollte vielleicht über den Rand der Zuckerdose geschaut werden, ob nicht die „gesunden“ Alternativen außer total im Trend zu sein einfach nur Mist sind.

Alternativen für Haushalts- oder Kristallzucker sind Honig, Rübensirup oder Apfeldicksaft. Diese werden hier in Deutschland produziert, sogar in Bioqualität, zum halben Preis der exotischen Varianten. Oder man hält sich einfach an die extrem altmodische „alles in Maßen“-Vorgabe, dann stimmt das mit dem #healthyeating auch schon wieder. Ok, altmodisch geht nicht, nennen wir es einfach #retro.

 

Schnee, Sauna und Garten

Die magischen drei Stunden heute morgen, als es dicke Flocken schneite und das usselige Graubraun des Spätwinters unter weißer Watte versteckt wurde, nutzten der Gatte und ich für eine ausgiebige Hunderunde. Achteinhalb Kilometer mit dem sehr schneebegeisterten Hund durch den Wingert. Reines Glück. (und erst ganz am Schluss Bauchschmerzen, es wird, es wird)

Als wir heimkamen, deckte der Große gerade den Tisch für ein sehr spätes Frühstück. Der Jüngste kroch aus seinem Bett und wir genossen alle den Zitronenkuchen, den er gestern abend gebacken hatte.

Während des Frühstücks heizte die Sauna vor und ja, es ist ein Leichtes, einen ganzen Sonntagnachmittag dort zu vertrödeln. In den Ruhepausen stellten wir die Gästeliste für die Gartyparty18 zusammen. Die magische Zahl ist: 80 (Gäste). Emails mit Nachfrage nach Ihrer Adresse gehen ab morgen raus. Wir sind jetzt sehr aufgeregt und vorfreudig.

Ein Blick durch den Garten lässt so langsam meine Gärtnerinnenhände, insbesondere den grünen Daumen jucken, denn das sieht doch alles sehr wüst und wild aus.

Der Schnee war bis zum Spätnachmittag beinahe vollständig weggetaut und leider zeigt sich jetzt im Garten, dass da noch jede Menge Frost fehlt. Das, was eigentlich runterfrieren sollte, steht in Saft und Kraft, dazwischen blühen Gänseblümchen, Hornveilchen und Ringelblumen.

Noch ein Strunk voller Rosenkohlköpfchen wartet auf baldigen Verzehr, für den heutigen Rosenkohleintopf hat der Gatte über ein Kilo geerntet. Tolles Gemüse!

Die Bauchschmerzen verschwanden übrigens sehr schnell und ich merke, dass gerade eine drei-Schritte-vor-Phase anbricht.

Drei Schritte vor,

einer zurück. Oder besser: würde ich nicht immer gleich mit vollem Gas starten, würde ich leichter die Kurve kriegen.

Am Donnerstag morgen traf ich mich mit den beiden Hunderundekolleginnen zu üblichen Donnerstagsrunde. Die übliche Runde ist: von Nierstein nach Schwabsburg, dort am Rabenturm die Hunde rennen lassen. Danach aus Schwabsburg raus, nach oben in die Weinberge. Einen großen Bogen, parallel zum Modellflugplatz Richtung Wartturm und als Bonus für den Hunderundekolleginnenhund, der im Wingert nicht rennen darf: ein Schlenker über die leeren Felder der Flurbereinigung. Den Wirtschaftsweg (die “ Lörzweiler Schnellstraße“) zurück, am Wartturm vorbei, an der „Roter Hang Hütte“ vorbei und schließlich die Große Steig nach unten, den Pflasterweg vor, die Oberauflangen zurück und heim. Neuneinhalb Kilometer und als mich die Hunderundekolleginnen vor dem Bonusstück fragten, ob es nicht genug sei, winkte ich lässig ab. „Es ist so schön, sich wieder zu bewegen!“ Ja, war es auch! Außerdem schien die Sonne, die Gespräche waren gut, die Hunde brav, der Wind so frisch.

Daheim lief ich etwas schief. Schonhaltung, denn der Bauch tat weh. Nicht dieser fiese glühendes-Messer-dreimal-umdrehen-Schmerz, sondern eher ein dumpfer, warnender Schmerz. „Zuviel!“, mahnte dieser Schmerz und befahl mich in die Waagrechte. Und dort blieb ich dann auch den Rest des Donnerstags. Am Freitag saß ich dann in der Gegend herum. Erst in der Küche, danach im Wohnzimmer, schließlich im Nähzimmer. Schlapp, müde, als hätte ich eine große Wanderung hinter mich gebracht. Jede kleine Anstrengung lockte den dumpfen Schmerz hervor.

Sicherheitshalber genieße ich also wieder Schonkost, versuche die Füße stiller zu halten und die Hunderunden der nächsten Woche im fünf-Kilometer-Bereich zu halten.

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Wie mich dieses Rumjammern selbst nervt, Sie können es sich nicht vorstellen. Ich fürchte, ich bin eine sehr schlechte Patientin und meilenweit entfernt von der stillen, duldsamen Genesenden. Ich poltere lautstark schimpfend Richtung Gesundheit.

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Der Rest der Familie ist übrigens fit und nach wie vor freundlich zu mir. Entweder haben sie alle ein dickes Fell oder sie erholen sich während ihrer Arbeitszeit, wenn sie mich nicht aushalten müssen.

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Morgen werde ich mit dem Gatten die Gästeliste für die Gartyparty zusammenstellen. Mittlerweile zeichnet sich ganz klar ab, dass diese Veranstaltung ein meet&greet the one and only Frau Brüllen sein wird, mit Tieren. Zur Gartyparty wird es dann eine Seite geben, dazu gibt es bei Fertigstellung einen Hinweis hier.

Rückblende

Seit drei Abenden besteht mein Program darin, die alten Blogeinträge wieder lesbar zu machen. Das bedeutet, dass ich jeden einzelnen nochmal lese und dann entscheide, ob ich ihn freischalte oder nicht. Das Freischalten fällt mir schwerer als erwartet, denn in vielen Beiträgen finde ich mich nicht mehr wieder, ich würde sie heute erst gar nicht schreiben oder wenn doch, dann würde ich sie ganzganzganz anders schreiben. Ich habe mich also tatsächlich weiterentwickelt, das ist ja erfreulich.

Außerdem fällt mir auf, dass ich wirklich, wirklich oft krank war. Ständig erkältet, jeder Virus, den die Kindelein heimbrachten, landete bei mir. Erschöpfung war ein Dauerzustand, in beinahe jedem Blogartikel thematisiere ich Müdigkeit. Schlimm.

Das Tolle am Lesen der alten Artikel ist, dass ich mich an die ganzen Begegebenheiten wieder erinnern kann, auch an die, die ich nicht aufgeschrieben habe, die nur zwischen den Zeilen zu finden sind. Das war eine anstrengende Zeit damals. Ich trug so viele Sorgen mit mir herum! Hätte ich doch nur einmal kurz in die Zukunft schauen dürfen, denn so viele dieser dunklen, schweren Lasten sind mittlerweile einfach … verpufft oder wiegen nicht mehr so schwer. Mein altes „alles wird gut!“-Mantra ist also wirklich eingetreten!

Bin wieder weg, muss mein altes Leben nachlesen!

 

Gartyparty 2018

Diese Stofffahne wird dieses Jahr neun Jahre alt und ich freue mich, dass ich sie wiedergefunden habe, denn selbstverständlich werde ich sie im Mai aufhängen. Genauer gesagt:

Diese Stofffahne wird dieses Jahr zehn Jahre alt und ich freue mich, dass ich sie wiedergefunden habe, denn selbstverständlich werde ich sie im Mai aufhängen. Genauer gesagt:

am 12. Mai 2018,

denn an diesem Tag soll die Gartyparty18 stattfinden.
Auch in diesem Jahr wird die Gartyparty kein Tag der offenen Tür sein, auch dieses Jahr werde ich Eintrittskarten verschicken, damit Haus und Garten nicht aus allen Nähten platzen
Bevor Sie „hier, ja, ICH! ICH!“ rufen, will ich Ihnen erneut ein bißchen von unserem Leben und der Umgebung, die Sie erwartet, erzählen.

Die Grüne Villa ist keine Villa, sondern ein etwas eigenwillig gebautes Haus, das eigentlich nur aus einer Wohnung über einer Kelterhalle und einer halben Wohnung unter der Terrasse besteht. Die Ländereien der Grünen Villa sind keine parkähnlichen Anlagen, sondern ein etwas größerer Garten, der sich über zwei Ebenen erstreckt. Im oberen Teil stehen Schaukel und Kletterstangen für Kinder, außerdem kann dort gegrillt werden. Die Fasssauna, die ebenfalls dort steht, zeige ich gerne, sie ist aber definitiv keine Spielplatz. (auch wenn sie wie eine Hobbithöhle aussieht) Im unteren Teil, einem langen Schlauch, findet sich an einem Ende mein Gemüsegarten, den ich allerdings absperren werde, damit Eltern nicht ihre Kinder dort rauspflücken müssen, das ist entspannter. Desweiteren findet sich dort ein Kinderspielhaus auf Stelzen, Grünfläche, vielleicht die ersten Walderdbeeren und ganz hinten im Garten das Rosa Gartenhüttchen und ein Tümpel. Wir alle wissen: Kinder können in Pfützen ertrinken, deshalb: aufpassen!

Unser Garten ist insektenfreundlich gestaltet und das merkt man auch. Es summt und brummt in allen Ecken, wenn sich Wespen ansiedeln, so dürfen die das. Es gibt Bienenhotels und Erdhummeln haben Höhlen. Im Tümpel leben unzählige Wasserkäfer, Libellen und Wasserläufer. Wer Gast in unserem Garten ist, muss das Insektenaufkommen also aushalten. Und respektieren. Ich reagiere ungehalten, wenn WespenBienenHummeln erschlagen werden.

Hund und Kater laufen in Haus und Garten frei herum. Der Kater verzieht sich, wenn es ihm zu trubelig wird. Wer ihm dann zu nahe kommt, der wird Krallen spüren. Der Hund liebt Menschen, insbesondere Kinder. Doch auch Lola hat irgendwann genug. Ich werde darauf achten und gegebenenfalls „jetzt nicht, Lola muss jetzt in Ruhe gelassen werden“ sagen und darauf sollte man hören. (Herr Brüllen kann dazu eine kleine Anekdote erzählen)

In unserer Halle steht ein Kicker, der darf selbstverständlich gerne bespielt werden! Außerdem habe ich einen Schwung „Where is Waldo“-Bücher und eine Kiste voller Briobahnschienen samt Zügen.

Warum ich das so ausführlich (erneut) erzähle? Weil wir unser Haus und unseren Garten wieder uns ganz fremden Menschen öffnen. Vielleicht lesen wir uns seit vielen Jahren im Internet und kennen uns ein bißchen, vielleicht lesen Sie meine Tweets oder schauen sich meine Instagrambilder an und glauben daher, mich zu kennen, aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wer Sie sind. Der Schritt vom virtuellen ins reale Leben ist ein gewaltiger, ich mag das nie wieder unterschätzen.

„Fühl dich wie daheim, aber benimm dich nicht so!“, heißt es und da steckt halt schon was Wahres drin.

So. Und wie läuft das jetzt? Ich habe im Anschluss an diesen Text vier Fragen an Sie, diese beantworten Sie bitte in einem Kommentar und zwar bis zum kommenden Wochenende. Der Gatte und ich losen dann unsere Gästeliste zusammen. In der nächsten Woche werde ich Mails an Sie schicken, in denen ich Sie um Ihre Adresse bitte, damit ich ihnen Ihre Eintrittskarte schicken kann. Ohne diese Karte geht nichts 🙂 Und Sie müssen ja auch rechtzeitig Bescheid wissen, falls Sie sich um Ferienwohnungen hier bemühen wollen.

Übrigens gilt auch in diesem Jahr: Geschirr und Besteck bitte selbst mitbringen, genauso wie das, was gegrillt werden soll. Zusätzlich einen Salat, ein Brot, einen Kuchen, einen Nachtisch, was auch immer, für alle. Das klären wir aber zeitnah, genauso wie das ganze Drumherum, auch hier im Blog.

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Und jetzt … die Fragen:

1. Wer sind Sie? (Wie heißen Sie? -> Nickname reicht. Familie, Beruf, wo im Internet zu finden, wie lange online, kennen wir uns schon persönlich?)

2. Warum möchten Sie gerne bei der Gartyparty dabei sein?

3. Wen möchten Sie gerne auf der Gartyparty treffen?

4. Zu wievielt würden Sie kommen?

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Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten!

haarsträubend

Normalerweise wünscht man sich als Bloggerin eher selten Ratschläge und Tipps, vor allem keine ungefragten, doch heute frage ich Sie ausdrücklich danach!

Es ist nämlich so, dass meine Haare mittlerweile überschulterlang sind und ich sie aus Bequemlichkeitsgründen gerne in einem Pferdeschwanz, zwei Zöpfen rechts und links oder – ganz im Trend, glaube ich – als messy bun am Hinterkopf oder oben auf dem Kopf trage.

Verzeihen Sie die schlechte Qualität des Bildes, ich will nur veranschaulichen, was „oben auf dem Kopf“ bedeutet. Diese Frisur mag ich ganz gerne, sie hat was Fröhliches, weil sich irgendwann feine Strähnen aus dem Haarknüddel stehlen. Gefällt mir.

Aber! Nach spätestens zwei Stunden mit Knüddel auf dem Kopf „tun mit die Haare weh“. Also natürlich nicht die Haare, sondern die Kopfhaut. Egal was, das schmerzt fies, besonders dann, wenn ich den Knüddel aufmache und die Haare sich wieder „aushängen“. Das tat ich vor fünf Stunden, ich kann mir noch immer nicht auf den Kopf fassen, das schmerzt wirklich fies.

Und nun?

1. Mache ich was falsch mit dem Knüddel? Ich mache mir einen Zopf, drehe diesen bis er sich in eine Schnecke legt. Darum wickele ich einen zweiten Haargummi. Fertig.

2. Gibt es Tricks, die den Aushäng-Schmerz, sollte er eben dazugehören, verkürzen?

3. Würde ich mich sehr ärgern, ließe ich mir die Haare wieder kurz schneiden? (weil diese Mähne hat schon was! Vor allem Gewicht.)

Jetzt also Sie! Ich bin wirklich eine Langhaar-Anfängerin. Das letzte Mal hatte ich sie vor 15 Jahren lang. Da trug ich immerimmerimmer einen langweiligen Pferdeschwanz. Gähn.