Küchengeschichten

Übernächstes Wochenende wird in der Küche gestrichen. Die Wände und die Decke haben es sehr nötig! „Welche Farbe eigentlich?“, fragte der Gatte und war sehr überrascht, dass ich einfach nur weiß streichen möchte.

Im Baumarkt luden wir deshalb nur einen großen Eimer „weiß“ in den Wagen und ein neues Abstreifgitter.

Bei diesen Farben blieb ich zwar stehen …

allerdings nur um zu kichern. (Elfenbein-Rebellin! LOL!)

Ich überdenke jetzt eine Karriere als Farbtonnamenerfinderin …

Wobei … auf „Hüterin der Freiheit“ für einen Grünton zu kommen, das ist halt schon hohe Kunst.

Die Decke und die Wände werden (bleiben) weiß, das ist geklärt. Noch ungeklärt ist, wie wir die Regale anbringen. Wir haben derzeit zwei Oberschränke hängen, einen Zweitürer und einen einfachen. Dazwischen und daneben sind offene Regale. Die Oberschränke sollen nun ganz durch Regale ersetzt werden, doch das Schienen/Metallwinkelsystem finden wir nicht mehr. Ein anderes -ähnliches-, das wir gerade im Baumarkt sahen, ist nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen. Immerhin fanden wir unsere gewünschten Regalböden: Buche, unbehandelt. Und weil Sie das neulich fragten: wir haben seit fast 19 Jahren offene Regale in der Küche, direkt über dem Herd (wir haben keine Dunstabzugshaube). Auf den Regalen steht das Geschirr, das täglich in Gebrauch ist. Es staubt oder schmaddert nicht voll. Die Regalbretter stauben ein und weil sie aus unbehandeltem (nur geöltem Holz) sind, ist das Reinigen ein bißchen aufwändiger aber nicht dramatisch.

Als wir das so durch den Baumarkt schlenderten, kamen wir auch an diesen wunderbaren Farbtonkarten vorbei und ich überlegte, ob die zart hellblauen Küchenschränke nicht doch eine Farbänderung brauchen.

Die eher violetten Töne habe ich hier daheim bereits aussortiert, die gefallen mir nicht zur Arbeitsplatte (geölte Buche). Der Rest ist sehr, sehr schön. Wobei ich minütlich zwischen sehr und kaum abgetönt schwanke. Sehr spannend! Außerdem habe ich gar keine Zeit zum Lackieren, denn am Wochenende nach der Küchensache ist das Wohnzimmer dran. Und das Wintergärtchen müsste auch. Und das Treppenhaus sowieso! Ach Zeit. Ach Gesundheit. Ach Kraft. Ach blödes Rumgejammere 🙂

kurz und knapp

Die große Streicherei steht an. Am ersten Wochenende im März zuerst die Küche, am Wochenende darauf das Wohnzimmer.

Die Oberschränke unserer Küche müssen weichen, stattdessen gibt es offene Regal. (ich glaube, dass schrieb ich bereits) Weil mit offenen Regalen die Möglichkeit verschwindet, Krusch, Kram und Krempel zu horten und zu verstecken, miste ich gnadenlos aus. Es ist unglaublich, was sich in einer Küche an unnötigem Geschirr ansammeln kann. Und es ist genauso unglaublich, dass ich angesichts von etlichen Tassen, Tellern, Schüsseln und Schälchen noch immer behaupte, ich wäre keine Impulskäuferin. Bin ich nämlich doch und ja, das werde ich ändern. Kein Neujahrsvorsatz, sondern hoffentlich einer fürs weitere Leben.

haarsträubend

Normalerweise wünscht man sich als Bloggerin eher selten Ratschläge und Tipps, vor allem keine ungefragten, doch heute frage ich Sie ausdrücklich danach!

Es ist nämlich so, dass meine Haare mittlerweile überschulterlang sind und ich sie aus Bequemlichkeitsgründen gerne in einem Pferdeschwanz, zwei Zöpfen rechts und links oder – ganz im Trend, glaube ich – als messy bun am Hinterkopf oder oben auf dem Kopf trage.

Verzeihen Sie die schlechte Qualität des Bildes, ich will nur veranschaulichen, was „oben auf dem Kopf“ bedeutet. Diese Frisur mag ich ganz gerne, sie hat was Fröhliches, weil sich irgendwann feine Strähnen aus dem Haarknüddel stehlen. Gefällt mir.

Aber! Nach spätestens zwei Stunden mit Knüddel auf dem Kopf „tun mit die Haare weh“. Also natürlich nicht die Haare, sondern die Kopfhaut. Egal was, das schmerzt fies, besonders dann, wenn ich den Knüddel aufmache und die Haare sich wieder „aushängen“. Das tat ich vor fünf Stunden, ich kann mir noch immer nicht auf den Kopf fassen, das schmerzt wirklich fies.

Und nun?

1. Mache ich was falsch mit dem Knüddel? Ich mache mir einen Zopf, drehe diesen bis er sich in eine Schnecke legt. Darum wickele ich einen zweiten Haargummi. Fertig.

2. Gibt es Tricks, die den Aushäng-Schmerz, sollte er eben dazugehören, verkürzen?

3. Würde ich mich sehr ärgern, ließe ich mir die Haare wieder kurz schneiden? (weil diese Mähne hat schon was! Vor allem Gewicht.)

Jetzt also Sie! Ich bin wirklich eine Langhaar-Anfängerin. Das letzte Mal hatte ich sie vor 15 Jahren lang. Da trug ich immerimmerimmer einen langweiligen Pferdeschwanz. Gähn.

Fenstermalkreiden, Baby!

Der wohl schönste Grund, um endlich wieder meine Fenster zu putzen, fand sich neulich bei Instagram! Bine Brändle (@binebraendle) zeigt dort nämlich ihre mit Fensterkreide bemalten Fenster und ich habe mich ganz spontan verliebt. Und da die Grüne Villa sowieso im „ohne Weihnachtsschnickeldi ist alles so kahl“-Loch hängt, gab ich ein bißchen Geld aus. Ich erstand:

„Fensterdeko durchs Jahr mit dem Kreidemarker“ von Bine Brändle aus dem Topp-Verlag.

Sieben Vorlagebögen mit unterschiedlichen Motiven von Ostern bis Herbst, Weihnachten ist nicht dabei, das gibt es als Extraheft.

Kostet 14,99€ und das finde ich für so viele Motive und Inspirationen in Ordnung!

Außerdem erstand ich:

Chalk Markers (= Kreidemarker) von „Stationery“ für 10,99€. Amazon bietet eine recht große Auswahl. Ich las ein paar Bewertungen quer, letztlich sind aber Stifte aller Marken gleich gut bewertet.

Mit großer Vorfreude putzte ich meine Schlafzimmerfenster, klebte einen Vorlagenbogen mit Masking Tape von außen an die Scheibe und begann zu zeichnen.

Ein Rie-sen-spaß! Wirklich! Nachdem ich verstanden hatte, dass es wirklich Sinn macht, als Rechtshänderin konsequent von links nach rechts zu zeichen, klappte es ohne Verwischen. Flächig ausmalen kann man mit Kreidestiften nicht, man muss Linie neben Linie setzen, wenn Flächen mit Farbe gefüllt werden sollen. Das ist erstmal ungewohnt, aber nachdem ich mir zum dritten Mal beim Übermalen bestehender Linien diese weggewischt hatte, ging es 🙂

Das Ergebnis ist wunderschön geworden und ich freue mich darauf, auch das zweite Fenster des Schlafzimmers zu verschönern. Diesmal dann ohne Vorlagebogen, denn abzeichnen kann ich ganz gut, ich brauche nur immer eine Vorlage zum Abschauen. Leider fehlt mir jegliches Talent für eigene Motive.

Die Kreidemarker lassen sich übrigens ganz leicht mit einem feuchten Tuch abwischen. Danach das Fenster wie gewohnt und bevorzugt putzen.

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Dieser Artikel enthält zwar Werbung, ich bekomme aber keinen Cent dafür, auch keine Waren/Bücher zur Verfügung gestellt. Ich teile hier nur schiere Begeisterung und beantworte die vielen Fragen, die mir auf Instagram gestellt wurden.

morgens, halb zehn in der Küche

Der Gatte hat gestern die Küchenarbeitsplatte geölt (Leinöl auf Buche) und deshalb musste vorher das gesamte Geraffel abgeräumt werden. Eine frischgeölte Arbeitsplatte ohne Geraffel darauf inspiriert …

Während der Gatte heute morgen den Hund lüftete, wischte ich final über die Arbeitsplatte und nahm danach mit meinem Kaffee (jaaaa! Kaffee ist erlaubt!) darauf Platz und ließ den Blick durch die Küche schweifen. Ein kritischer Blick, ein Blick, den der Gatte fürchtet. Jetzt habe ich nicht nur einige Ideen, sondern auch Pläne für die konkrete Umsetzung. Der Gatte nickte resigniert und letztlich ist es ja so, dass er nach meinen Umräum- und „alles wird jetzt anders“-Aktionen hinterher mehr oder weniger zähneknirschend zugibt, dass das gute Ideen waren.

In der Küche wird Folgendes passieren:

– das ganze „ich bin gerüstet, falls plötzlich Thorin, Bifur, Bofur, Fili, Kili, Dori, Nori, Ori, Oin, Glóib, Balin, Dwalin und Bombur samt aller Verwandten zum Essen kommen“-Geschirr kommt aus dem Schrank und wird in die Halle geräumt. Dort kann es ja jederzeit wieder hervorgeholt werden, falls Bedarf ist.

– Der Schrank des Grauens aka der Tupperschrank (zwei! Unterschränke voll) wird erneut entrümpelt. Das habe ich vorletztes Jahr schon mal getan und keine der ausgemisteten, ach so unentbehrlichen Schüsseln wurde je vermisst. Ich sortiere aus und lagere in der Halle, denn falls wir doch die Schüssel, in die exakt anderthalb Eigelb passen vermissen sollten, können wir sie uns wieder aus der Halle holen. Erfahrungsgemäß geschieht das nicht und der Kram aus der Halle kann entsorgt werden.

– der hoffentlich gewonnene Platz wird umgehend mit den Vorräten befüllt, die sich in den Hängeschränken befinden. Die kommen nämlich ab und weg. An die gesamte Wand über Spüle und Herd kommen dann durchgehend offene Regale. Über dem Herd haben wir das schon seit Jahren und entgegen aller Unkenrufe schmutzt das dort stehende Geschirr nicht zu sehr ein. (es ist unser Alltagsgeschirr und somit sowieso ständig im Spülkreislauf)

– das alte, dunkelgraue Kunststoff-Spülbecken, dass schlimm verkalkt und ganz schön eklig ist, wird gegen ein weißes Keramikbecken getauscht. So wie wir eines gefunden haben, das uns gefällt und das wir uns trotzdem leisten können.

– ein neuer Kühlschrank muss her, der alte hat mit seinen neunzehn Jahren jetzt erste Ausfallerscheinungen. Am Liebsten würde ich auch die deckenhohen Einbauschränke, in denen Backofen und Kühlschrank stecken, gegen etwas dreiviertel Hohes austauschen, doch dafür muss ich erst ein bißchen nähen. (und wieder ein Gewerbe anmelden/andere Baustelle)

– Decke und Wände streichen, idealerweise bevor die Regale an die Wand geschraubt werden.

– überlegen, ob die verbleibenden Küchenschränke eine neue Lackierung vertragen. Ich habe da so eine Idee.

Was jetzt noch fehlt: ein Wochenende Zeit und noch ein bißchen mehr Gesundheit.