Fertig.

Der Jüngste hat dann letztlich die älteren Geschwister doch noch überholt und als Erster eine Ausbildung abgeschlossen. Ab heute ist er ganz offiziell Anlagenmechaniker, für die älteren Menschen unter uns „Installateur“ und für die ganz alten „Klempner“.

Knapp drei Tage dauerte die praktische Prüfung und erst an ihrem Ende erfuhr er, ob er die schriftliche Prüfung, die er schon im Dezember hatte, bestand. Hat alles geklappt und wir feiern neben der bestandenen Gesellenprüfung auch die Übernahme im Ausbildungsbetrieb.

Wenn Sie hier neu sind, dann fragen Sie sich eventuell, wieso ich hier so einen Aufriss um eine bestandene Ausbildung mache, ist ja schließlich keine Doktorarbeit. Ist es für den Jüngsten aber doch, denn sein Weg bis hierhin war kein leichter, von Auffälligkeit zu Auffälligkeit, von Defizit zu Defizit, von Hoffnung bis Ausweglosigkeit und wieder zurück, von grenzenloser Freude bis ins tiefste Jammertal. Lesen Sie dazu gerne mehr im alten Blog (frau-mutti.de) nach, insbesondere immer um den 24. Februar. Oder zusammenfassend den Text vom 18. Geburtstag des Jüngsten: hier.

Es ist schon ein bißchen verrückt. Ich schreibe seit 18 Jahren Sachen ins Internet und es gibt Menschen, die diese Sachen schon fast genauso lange lesen. Und heute, wo ich vor Glück ein bißchen ausflippen möchte, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mich bei Ihnen da draußen zu bedanken. Für Ihre immer offenen Ohren und Herzen, für Ihre freundlichen Rückmeldungen, Ihre wertvollen Ratschläge, für witzigen, ehrlichen, tränentreibenden, zukunftsweisenden, wertvollen Austausch, für Anregungen, Ideen und Inspiration, für Freundschaft über den Bildschirm hinweg.

Es heißt ja, dass es zur Erziehung eines Kindes ein ganzes Dorf braucht. Vermutlich geht es dem Kind auch ohne diese ganzen Menschen prima, doch die Eltern! Die brauchen dieses Dorf, und sei es halt nur Kleinbloggersdorf, ganz dringend. Ohne dieses doofe, anonyme Internet, damals noch in den Foren, danach in den Blosg und jetzt halt kürzer bei Twitter hätte ich die hinreißenden Bestien verkauft, an der Raststätte ausgesetzt oder am kleinen Zeh aus dem Fenster gehängt. Oder wäre einfach weggelaufen, irgendwohin.

Hachjaseufz.

Und jetzt: Sekt. Virtuell mit Ihnen (selbstverständlich können Sie auch ein alkoholfreies, veganes und/oder zuckerfreies Getränk wählen, Hauptsache:Prost!) und ganz in echt daheim, am Küchentisch mit einem frischgebackenen Klempner.

19 thoughts on “Fertig.

  1. Ich fiebere erst seit 3 Jahren mit, aber dennoch ganz herzliche Glückwünsche an den Sohn. Die ganze Familie kann stolz auf ihn und seine Leistung sein. Und auch der Ausbildungsbetrieb kann heute wohl stolz auf ihn und auf sich selbst sein,. Denn auch dort haben einige dazu beigetragen, dass dieser Erfolg möglich wurde.
    Prost auf das Bestehen und die Übernahme!

  2. Ganz herzlichen Glückwunsch an ihren Jüngsten zu den bestandenen Prüfungen und weiterhin viel Spaß im Job. Das haben sie alle ganz toll hinbekommen.

    Prost! Feiern sie schön.

  3. Tadaa! Glückwunsch aus tiefstem Herzen – von einer Ihren stillen Mitleserinnen. Freu mich mit Ihnen allen.

  4. Ich freue mich so sehr für den Sohn, für Sie und die ganze Familie. Manchmal ist der Weg ins Arbeitsleben keine komfortable Autobahn, sondern eine kurvenreiche Landstraße, egal, er ist angekommen. Glückwunsch und toi-toi- toi für den ersten Job!

  5. Vielen Dank fürs Mitteilen. Ich freue mich sehr, dass der Jüngste das alles so hinbekommen hat – und dann auch noch eine Übernahme vom Ausbildungsbetrieb. Das ist phantastisch. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch.

  6. Ich bin ja auch Klempner von Beruf! Bei den Wasserbetrieben gelernt und wirklich gern gemacht.
    Ich gratuliere sehr herzlich – dem Klempner und den stolzen Eltern und Geschwistern! *prost!*

  7. Ich lese schon eine halbe Ewigkeit bei Ihnen mit – da waren die Kindelein noch sehr klein. Ich habe mitgelitten, wenn irgendetwas nicht so lief wie geplant und mich ganz, ganz oft mitgefreut. Dass ausgerechnet nun das „Sorgenkind“ als erstes seine Ausbildung beendet, ist wirklich ein Grund zu feiern (und macht mir ein bisschen Hoffnung fürs eigene Kind mit nicht ganz einfachem Lebensweg).

    Ich gratuliere dem Jüngsten (und seinen Eltern) zu Abschluss und Übernahme. Toll gemacht!

  8. Ich wollte Ihnen in diesem Zusammenhang mal danken, dass Sie ihren alten Blog noch online gelassen bzw. wieder freigeschalten haben. Ich stöbere da sehr gerne drin und finde, es gibt einfach keinen aktuellen Mütterblog, der so authentisch und ungeschönt ist (oder ich habe nicht gründlich genug gesucht). Ich schöpfe da immer Hoffnung draus, dass auch meine Kinder irgendwann nicht mehr so viel beim Essen nörgeln und man irgendwann nicht mehr angesichts der Mathe lernenden Brut „in die Tischkante beißen“ möchte 🙂
    Viele Grüße und dem Jüngsten natürlich die allerherzlichsten Glückwünsche!!

  9. Herzliche Glückwünsche dem Jüngsten! Ganz so lange lese ich bei Ihnen zwar noch nicht mit, erst vielleicht die Hälfte der Zeit. Doch auch ich als Leserin sage danke für die Schmunzler, Infos, Gefühle und das immer wieder Zurückkehren zum Bloggen. Ich lese Ihre Artikel stets mit Vergnügen und Interesse.
    Bienetta

  10. Ich lese zwar noch keine 18 Jahre mit, freue mich aber trotzdem mit Ihrer ganzen Familie und natürlich dem Jüngsten. Wir waren daheim auch zu dritt und auch ein Bruder hat sich mit allem Schulischen schwer getan
    und hatte verschiedenen Steine wegzuräumen und sicher meinen Eltern auf seine Art (wir andern sicher auf andere) öfter Sorgen bereitet. Und auch er hat beruflich im Handwerk Fuss gefasst, nun sogar erfolgreich selbstständig.
    Ich kann nur uns und unseren Kindern wünschen jede/n auf seinem Weg zu begleiten und zu unterstützen frei von elterlichen Erwartungen und Wünschen. Chapeau noch mal!

  11. ich gratuliere Ihnen als Eltern – und natürlich Ihrem Jüngsten. Ich lese seit 18 Jahren Ihren Blog und entdeckte so viele Gemeinsamkeiten zu unseren aufwachsenden Damen in unserer Familie. Alle habe es geschafft und ich als Mama sage: wir Mütter haben Alles gegeben und dürfen ein Gläschen darauf trinken! Ich bin stolz auf die Leistung Ihres Jüngsten und auf die Leistung an die Eltern! Dann mal – hoch die Tassen – und Prost!!!!

  12. Da ich auch am 24. Februar Geburtstag habe, bin ich schon immer mitfreuend gewesen. Herzlichen Glückwunsch zum vollbrachten Abschluss und viel Glück auf allen Wegen, Jüngster!

  13. Herzlichen Glückwunsch! Ich lese hier noch nicht so lange mit, freue mivh aber trotzdem sehr, dass der junge Mann seinen Weg gefunden hat. Das darf und muss selbstverständlich gefeiert werden, wie jede Leistung, für die jemand hart gearbeitet hat. Seien Sie stolz, alle miteinander!

  14. ch lese ja schon lange Ihren Blog (liebte „Frau Mutti“). Ich gratuliere Ihrem Sohn zum erfolgreichen Abschluss – gerade konnte man in der Bild-Zeitung lesen, dass Handwerker „Klempner“ etc. Mangelware sind. Schön, haben wir wieder Einen mehr! Ich bin selber „Ausbildnerin“ und frage mich dann schon, was wollen denn die heutigen Jugendlichen mit den Zeugnisnoten, die präsentiert werden? Weisse Nike Turnschuhe, eine Winterjacke mit typischem Pelzbesatz am Kragen ???? Bei uns in der Schweiz schlagen wir uns mit denen rum: schlechte Noten, der Sprache nicht mächtig………..aber unser Sozialsystem will sie integrieren. Wenn sie unterwegs sind kommen sie daher, wie man es erwartet: Aussen fix…Innen nix. Tschuldigung für meine harten Worte – aber so ist es nun mal. Da kommt mir noch gleich hoch, dass ich damals als alleinerziehende Mutter mit zwei Töchtern geächtet wurde: die bringt ja immer wieder einen Neuen nach Hause etc. Ich sage nur dazu: es ist eine Frage der Intelligenz…meine älter Tochter machte einen Bachelor als Physiotherapeutin, die Jüngere – nach diversen Suchen in verschiedene Richtungen – einen Bachelor und zwei Jahre später einen Master in Wirtschaft und Marketing als Klassenbeste.
    Die Töchter sind anständig und fleissig, und ich als Mutter darf sagen, dass ich stolz auf sie bin. Dazwischen kamen ja auch Liebeskummer, Depressionen (ganz schlimm als Mutter zu erleben) etc. dazu.
    Ich sage nur: Frau Mutti wir dürfen auch etwas stolz auf uns sein, denn……….unsere Kinder hatten (oder haben) einen festen Hafen wohin sie immer zurückkehren können. Ich bin stolz auf Sie und mich…….wir haben das toll hingekriegt. Vielleicht lernen wir uns ja mal persönlich kennen.
    Übrigens: mein Ehemann „Ersatzpapa“ für meine Töchter, ist Schreinermeister und sagt noch heute, es geht nichts über gutes Handwerk – Studierte haben wir genug. Recht hat er, und er ist der „beste Vater“ – darauf stosse ich an mit einem Gläschen Rotwein. Wir sehen uns………ganz bestimmt einmal

    Herzliche Grüsse
    Judith

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